Wärmedämmung: Die Qual der Wahl

Der direkte Weg zu mehr Energieeffizienz und geringeren Heizkosten: Eine Wärmedämmung zahlt sich für Hausbesitzer gleich mehrfach aus. Dämmsystem und Materialien sollten stets passend zur Immobilie ausgewählt werden. (Foto: djd/FV WDVS)

Wärmedämmung: Kriterien für die Auswahl des passenden Materials

(djd). Viele Wege führen zum Ziel: Wer sein Haus wärmedämmen will, kann aus zahlreichen Varianten wählen. Klassische und seit Jahrzehnten bewährte Dämmstoffe wie Hartschaum oder Mineralwolle sind weit verbreitet. Aber auch Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanfwolle oder Holzfasern sind beliebt. Alle diese Materialien lassen sich nutzen, um die Fassaden von Altbauten mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu versehen. Schließlich geht über die Außenwände ein großer Teil der Wärme verloren. Die Außendämmung von Fassaden gilt daher als besonders effektives Mittel, um Heizkosten zu senken und den Umweltschutz zu unterstützen. Nach welchen Faktoren soll die Entscheidung fallen?

Wirksamer und effizienter Wärmeschutz

"Den perfekten Dämmstoff gibt es nicht, aber für jede Anforderung finden sich passende Lösungen", betont beispielsweise Ralf Pasker, Geschäftsführer des Fachverbandes WDVS. Pasker empfiehlt, frühzeitig in die Planungsphase einen Energieberater einzuschalten. Informationen und Ansprechpartner aus der Nähe findet man unter www.heizkosten-einsparen.de. Gemeinsam mit dem Energieberater und versierten Handwerksbetrieben lässt sich ein individuelles Konzept inklusive Sanierungsfahrplan erstellen. "Um den passenden Dämmstoff für den Neubau oder die Altbausanierung zu finden, wird zunächst der Ist-Zustand der Immobilie analysiert", so Pasker weiter. Auf die Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit der Dämmung haben verschiedene bauphysikalische Eigenschaften großen Einfluss. Neben Feuchte- und Schallschutz nennt der Experte vor allem diese Kriterien, auf die man achten sollte:

- Wärmeleitfähigkeit: Dies ist zugleich das wichtigste Kriterium für die Wirkung eines Dämmstoffes. Er gibt an, wie viel Wärme durch das Dämmmaterial nach außen dringt. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Wirkung. Auf dem Dämmstoff ist sie mit der Kennzeichnung WLS (Wärmeleitstufe) ausgewiesen.

- Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl: Je höher dieser Wert ist, umso weniger Dampf dringt in den Dämmstoff ein. Zur Beurteilung der Dichtheit ist zusätzlich die Schichtdicke von Bedeutung.

- Rohdichte: Ein Dämmstoff wirkt umso besser, je geringer seine Rohdichte ist.

- Primärenergiegehalt: Wie viel Energie muss zur Herstellung des Dämmmaterials aufgewandt werden? Hierzu zählen die Rohstoffgewinnung und die Verarbeitung bis zum Endprodukt.

- Baustoffklasse:
Ermöglicht die Einteilung von Baustoffen anhand ihrer Brandeigenschaften und ist wichtig für den Brandschutz der jeweiligen Dämmung.
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