Gewalttat am Brettener Bahnhof: Prügelattacke war erfunden

(Foto: Pixabay, cocoparisienne)

Die Gewalttat am Brettener Bahnhof war frei erfunden. Laut dem Polizeirevier Bretten war es eine Beziehungstat, die wohl vertuscht werden sollte.

Bretten (swiz) Die Nachricht hatte für viel Aufregung und Wut in Bretten gesorgt: Eine 21-jährige Frau aus Oberderdingen war am 26. Juli, so war es der Polizei gemeldet worden, am Brettener Bahnhof von einem unbekannten Mann angegriffen und schwer verletzt worden (wir berichteten hier und hier). Im Gespräch mit der Brettener Woche hatte der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Bretten, Ulrich Kritzer, noch von einem „sehr außergewöhnlichen Vorfall“ gesprochen, da sich die angebliche Tat am helllichten Tag ereignet hatte und bei der Polizei keinerlei Zeugenmeldungen zu dem Vorfall eingegangen waren. Nun ist auch klar warum. Nach intensiven Ermittlungen des Polizeireviers Bretten hat sich herausgestellt, die Prügelattacke am Brettener Bahnhof war frei erfunden.

Überfall am Bahnhof sollte wirkliche Tat vertuschen

Wo die schweren Verletzungen der 21-Jährigen herrühren, ist durch die Ermittlungsarbeit der Polizei ebenfalls aufgedeckt worden. Die junge Frau hat zwischenzeitlich zugegeben, dass sie die Verletzungen bei einem Beziehungsstreit in einer Wohnung erlitten hat. Weshalb die Frau falsche Angaben machte, ist nun Gegenstand eines gegen sie eingeleiteten Strafverfahrens. Auch gegen den jetzt als Täter benannten Mann werde strafrechtlich ermittelt, so die Polizei.

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