Jam-Session fiel ins Wasser: Leider ist "Singin in the rain" kein Jazz-Titel

(wod). Der Filmschlager "I'm singin in the rain" wäre die richtige Songauswahl gewesen, oder "It's raining, man" von den Wheather-Girls: Denn die Musik, die gespielt wurde, wollte nicht so recht zu den Regengüssen passen, die am Dienstagabend flutartig den Brettener Stadtpark heimsuchten. Auf der Bühne mühten sich die Musiker des Jazzclubs, mit ihren Songs die nasse und kühle Stimmung etwas aufzuhellen. Allein: Der Regen wollte und wollte nicht nachlassen und so dezimierte sich das Publikum von Minute zu Minute. Wer unter den Zeltdächern oder Schirmen ausharte, bekam indes beste Musik geboten.

Zu Beginn des Jam Session-Abends, den der veranstaltende Jazzclub Bretten aus dem Lammkeller in den Stadtpark verlegt hatte, schien noch Hoffnung: Aber bereits kurz nach den ersten Tönen aus den Lautsprechern begann es zu tröpfeln. Was für die über 100 Besucher natürlich noch kein Grund war, die Location zu verlassen. Erste Schirme spannten sich, man suchte Schutz unter den großen Bäumen des Stadtparks. Das gelang auch ganz passabel. Bis, ja bis der Regen dann in solchen Mengen von oben kam, dass auch unter den  Baumkronen keine trockenen Plätzchen mehr zu finden waren.
Auf der Bühne musizierten nach dem Auftritt des JazzRockEnsembles der Jugendmusischule Gitarrenlehrer Günther Möll mit seinen Schülern, dem "Gitarrensyndikat" - der Regen blieb stur. Nach der Umbaupause gab's dann Jazz-Klassiker mit dem Jam Session-Basis-Trio - Dieter Steitz, Piano, Peter Gropp am Bass und Sebastian Säuberlich am Schlagzeug -, das von Gitarristen, Saxophonspielern und Sängerin Sabine Erdmann ergänzt, die durchnässten Besucher zwar ein wenig aufmuntern konnte. Zu dem erhofften lauen Jazz-Sommerabend war die Session zum Bedauern aller zwar nicht geworden. Was aber blieb, war die Gewissheit, dass derlei Musikabende selbst bei widrigsten Wetterkapriolen ein Publikum haben. Gar nicht auszudenken, wie viele Besucher gekommen wären, wenn der Abend wirklich sommerlich lau gewesen wäre ...
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