Weihnachtskonzert mit spanischem Temperament

Der spanische Komponist José Alberto Pino zu Gast bei der Brettener Stadtkapelle

Bretten (ger) „Das Jahreskonzert der Stadtkapelle ist immer ein Höhepunkt. Aber diesmal ist es wirklich bombastisch”, schwärmte Oberbürgermeister Martin Wolff in der Pause. Wie ihm, ging es auch den anderen Zuhörern am vierten Adventssonntag in der voll besetzten Stadtparkhalle. Gerade hatte das Blasorchester „The Island of Light” des spanischen Komponisten José Alberto Pino aufgeführt, dirigiert von dem erst 32-jährigen Künstler persönlich. Standing Ovations am Ende des ersten Teils waren die verdiente Belohnung für das rhythmisch und melodisch anspruchsvolle, aber zugängliche Stück des prämierten Musikers. Ansgar Sailer, Dirigent der Stadtkapelle, hatte den Künstler zum Proben und Konzertieren nach Bretten geholt und damit ins Schwarze getroffen. „Die Arbeit mit Pina war sehr spannend und inspirierend. Es ist einmalig, mit einem Komponisten zusammenzuarbeiten und zu erfahren, was er sich bei dem Stück gedacht hat”, brachte es Laura Wick, Querflötistin, auf den Punkt. „Er will den Menschen so viel geben mit seiner Musik”, schwärmte auch Eva Leicht, die Waldhorn spielt.

„So kann moderne Krimi-Musik klingen”

Den Auftakt hatte die Jugendkapelle mit drei Stücken gemacht, darunter „Gangster's Scenes” von Pina. „So kann moderne Krimi-Musik klingen”, teilte Moderator Bernd Neuschl einen kleinen Seitenhieb in Richtung Tatort-Titelmelodie aus. Es folgten „A Little Love Song” von Michael Geisler und die berühmte Filmmusik von „Star Wars”, beides dirigiert vom Leiter der Jugendkapelle, Andreas Frank. Nach der Pause trat nochmals Pina ans Pult und nahm die Zuhörer mit seinem Stück „Sendes” mit auf die Reise durch kontrastierende Gefühlswelten. Auch da sorgte das abwechslungsreiche Schlagwerk für die besondere Dynamik und Rhythmik. Im Anschluss wurde es dann noch weihnachtlich. Ansgar Sailer nahm seinen Platz am Dirigentenpult ein, und die Stadtkapelle bescherte mit der Weihnachts-Rhapsodie „A Christmas Festival” von Leroy Anderson sowie „Christmas Day” von Gustav Holst bekannte und variantenreiche Klänge. Mit „Bolero de Noël” von Suzanne Welters fand das Programm seinen runden Abschluss. Bei der Zugabe „Stille Nacht” durfte auch das Publikum einstimmen.
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