Gesund mit Homöopathie: Naturheilkunde ist vertrauenswürdig und wirksam

Homöopathische Arzneimittel werden häufig in Form von Globuli eingesetzt, gleichgültig, ob als Einzel- oder Komplexmittel. (Foto: Julia Pfeifer)
 
Homöopathische Arzneimittel eignen sich aufgrund ihrer guten Verträglichkeit für die ganze Familie - vom Kleinkind bis zu Senioren. (Foto: Monkey Business/Fotolia)

Mit naturheilkundlich orientierter Medizin lassen sich oft erstaunliche Behandlungserfolge erzielen. Das zeigt nicht nur jahrzehntelanges ärztliches Erfahrungswissen, sondern auch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien. Insbesondere die Homöopathie erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit und genießt großes Vertrauen in der Bevölkerung. Dennoch ist gerade die Therapie mit homöopathischen Arzneimitteln immer wieder Gegenstand kritischer Berichterstattungen – teilweise mit geradezu missionarischem Eifer. In großen Teilen der Bevölkerung stößt dies auf Unverständnis. Zumal inzwischen die Vorteile einer engen Zusammenarbeit zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde offensichtlich sind und von vielen Menschen entsprechend geschätzt werden.

Überzeugende Belege dafür, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Wirkung der Homöopathie berechtigt ist, liegen bereits seit langem als ärztliches Erfahrungswissen vor. Darüber hinaus aber auch in Form zahlreicher moderner klinischer Studien. So stellten beispielsweise erst kürzlich Experten der Veronika Carstens-Stiftung eine zusammenfassende Analyse klinischer Forschungsdaten zur Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel vor, deren Qualität selbst größte Skeptiker überzeugt. Wer allerdings der Homöopathie, aus welchen Gründen auch immer, ernsthaft schaden will, der lässt sich auch mit den besten Argumenten nicht davon abhalten. Soviel ist sicher.

Therapeutischer Nutzen belegt

Nicht anzweifelbar hingegen sind das jahrzehntelange ärztliche Erfahrungswissen und die positiven Erfahrungen einer Unmenge von Patienten, die erfolgreich mit homöopathischen Arzneimitteln behandelt wurden oder sich im Rahmen der Selbstmedikation erfolgreich selbst behandelt haben. Vor diesem Hintergrund sind auch die derzeit immer lauter speziell an die Homöopathie gestellten Forderungen nach „Evidenz“ – also dem wissenschaftlich möglichst einwandfreien Beweis der Wirksamkeit – nur schwer nachvollziehbar. Denn auch das ärztliche Erfahrungswissen gilt in der modernen Medizin als „wissenschaftliche Evidenz“. Den Patienten selbst interessiert dieser eher akademische Streit wohl weniger. Der will vor allem eins: von seinen gesundheitlichen Leiden befreit werden. Und dafür gilt nach wie vor der durch die Erfahrungsmedizin geprägte Grundsatz: „Wer heilt, hat recht“.

Grenzen kennen – Zusammenarbeit fördern

Homöopathisch orientierte Ärzte sind sich sehr wohl bewusst, dass Homöopathie zwar wirkt, aber kein Allheilmittel ist. „Ein guter Homöopath weiß, wann diese Therapieform an ihre Grenzen kommt“, so Prof. Oliver Ploss, Experte für Naturheilkunde und Lehrbeauftragter für Homöopathie an der Universität Münster. „Mit homöopathischen Methoden lässt sich eine Vielzahl von Krankheiten gut behandeln, aber eben nicht alle. Kein seriöser Homöopath wird behaupten, zum Beispiel fortgeschrittene Krebserkrankungen, akute Asthmaanfälle, Herzinfarkte oder massive Organschäden mit Homöopathie heilen zu können. Es ist aber durchaus möglich, in solchen und auch anderen Fällen die notwendige schulmedizinische Therapie homöopathisch zu begleiten und so zum Beispiel Folgeschäden oder auch Nebenwirkungen zu reduzieren, die Rückfallwahrscheinlichkeit zu mindern oder die Krankheitsdauer zu verkürzen“, so Prof. Ploss. Dieses Wissen um die eigenen Grenzen bereichert die moderne Homöopathie und führt zu einer ganz neuen, produktiven Form der Zusammenarbeit zwischen Homöopathie und Naturheilkunde einerseits und klassischer Schulmedizin andererseits – zum Wohle der Patienten.

Breites Anwendungs-Spektrum

Wer schon einmal eine homöopathische Anamnese – also eine Befunderstellung bei einem Homöopathen erlebt hat, dem fällt auf: Ein homöopathisch arbeitender Arzt nimmt sich viel Zeit für seine Patienten. Er fragt nicht nur oberflächliche Symptome der aktuellen Krankheit ab, für ihn zählen für die Diagnosefindung ebenso die Geschichte des Patienten, der Zustand seiner Haut, seiner Augen und viele andere individuelle Symptome. Insbesondere chronische Erkrankungen wie entzündliche Darmleiden, Allergien oder rheumatische Beschwerden sind einer homöopathischen Behandlung zugänglich, häufig auch begleitend zur schulmedizinischen Therapie. Der Einsatz homöopathischer Arzneimittel ist jedoch nicht auf ärztliche Verordnungen beschränkt. Viele Mittel eignen sich auch gut für die Selbstmedikation. So z.B. Adhatoda, das Indische Lungenkraut, das als gut wirksam gegen Heuschnupfen und Hausstauballergie gilt. Oder Belladonna, das gegen Fieber, Kopfschmerzen oder Entzündungen eingesetzt werden kann. Als sinnvolle Ergänzung solcher Einzelmittel stehen in Apotheken sogenannte „Komplexmittel“ zur Verfügung, die sich besonders gut für die Selbstmedikation eignen. In ihnen werden mehrere Einzelmittel so kombiniert, dass sie sich in ihren Wirkungen möglichst perfekt ergänzen. Komplexmittel werden beispielsweise mit großem Erfolg zur Behandlung von Erkältungen, grippalen Infekten, zur Stärkung der Immunabwehr oder zur Behandlung von innerer Unruhe, Schlafstörungen oder Schwindel eingesetzt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Wirkung homöopathischer Arzneimittel basiert offensichtlich vor allem auf einer Stärkung der körpereigenen Selbstheilungskräfte, ganz im Sinne einer schonenden „Hilfe zur Selbsthilfe“. In geeigneter Dosierung sind diese Mittel aufgrund ihrer sehr guten Verträglichkeit vom Kleinkind bis ins hohe Alter einsetzbar. Es bleibt daher zu hoffen, dass in dem teilweise dogmatisch geführten Konflikt zwischen Kritikern und Befürwortern dieser speziellen Therapierichtung die Vernunft siegen wird und dass sich letztendlich diejenigen durchsetzen werden, die für ein gedeihliches Miteinander von naturheilkundlicher Therapie und klassischer Schulmedizin plädieren. Ganz im Sinne der Patienten und dem heilberuflichen Grundsatz folgend: „Wer heilt, hat recht“.
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