Mentales Gesundheitstraining

Die Heilkunde der westlichen Welt konzentriert sich vorwiegend auf Krankheit und die Erreger (Viren, Bakterien, Gifte, Wucherungen. . .), die eine Krankheit auslösen. Diese Sichtweise blendet Faktoren aus, die bei chronischen Erkrankungen wie Allergien, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychischen Erkrankungen von zentraler Bedeutung sind. So spielen in dieser Heilkunde die Erkenntnisse der Psychoimmunologie und die Selbstheilungsprozesse der Patienten eine untergeordnete Rolle.

Das mentale Gesundheitstraining beruht auf dem Ressourcenmodell der Gesundheit: Gesundheit bedeutet also, die Gesamtheit positiv bewerteter Zustände des Organismus zu erhalten bzw. wieder zu erreichen. Unser Körper gleicht ständig Einflüsse aus, die das innere Gleichgewicht stören und Stressreaktionen hervorrufen: physikalische (wie Hitze oder Kälte), chemische (wie Umweltgifte), biologische (etwa Viren) und auch psychische (wie ungünstige emotionale Umstände) sowie soziale (z.B. Lebensbedingungen).
Eine vollwertige Ernährung stabilisiert die Leistungsfähigkeit des Organismus und des Immunsystems, eine Impfung gibt dem Immunsystem die Chance sich gut auf eine mögliche Infektion vorzubereiten und sie schnell und spezifisch zu bekämpfen. Psychische Stärke sorgt für gute emotionale Zustände trotz sehr belastender Umstände und somit für ein leistungsfähiges Immunsystem.
Die Selbstheilungskräfte können - gefördert durch geeignete psychologische Maßnahmen - wesentlich zur Gesunderhaltung bzw. Gesundung beitragen.
Insbesondere chronisch kranke Patienten profitieren von einer mentalen Verarbeitung des Krankheits- und Therapiegeschehens. Neurowissenschaften und Genforschung liefern ständig neue positive Hinweise darauf. Das mentale Gesundheitstraining kann einen Weg zu einem eigenverantwortlich erreichbaren besseren Leben zeigen.

Quelle: Bruno Heß
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