Verlosung: TECHNOSEUM eröffnet neuen Ausstellungsbereich zum Automobilbau

Nachbau des Benz-Patentmotorwagens von 1886 (Foto: TECHNOSEUM, Klaus Luginsland)
 
Ein Roboter baut gemeinsam mit Besuchern ein Modellauto zusammen und verdeutlicht auf diese Weise, wie die vollautomatisierte Fertigung in der heutigen Industrie funktioniert. (Foto: TECHNOSEUM, Klaus Luginsland)
Mannheim: TECHNOSEUM |

kraichgau.news verlost 3x1 Familienkarte (Eltern mit ihren minderjährigen Kindern) für das Technoseum Mannheim. Die GewinnerInnen wurden auf kraichgau.news bekanntgegeben.

Mannheim (pm) Das TECHNOSEUM in Mannheim gehört neben dem Deutschen Museum in München und dem Deutschen Technikmuseum in Berlin zu den großen Technikmuseen in Deutschland. Die Entwicklungen in Naturwissenschaften und Technik vom 18. Jahrhundert bis heute sowie der soziale und wirtschaftliche Wandel, den die Industrialisierung in Deutschland ausgelöst hat, sind die Themen der Dauerausstellung.

Maschinen werden nicht einfach gezeigt, sondern in Ensembles inszeniert, Vorführtechniker erklären Arbeitsabläufe und beantworten die Fragen der Besucher. Wer beim Gang durch das Museum frische Luft schnappen möchte, der fährt mit einer Eisenbahn von 1896 direkt in den Museumspark. In der Bionik-Ausstellung kann man Paul, dem humanoiden Roboter, beim Tanzen und seinen Gymnastikübungen zusehen.

Neue Ausstellungsbereich zum Automobilbau

Ein Auto „Made in Germany“ steht wie kaum ein anderes Produkt für deutsche Wertarbeit – und das trotz des Abgasskandals bei VW und der unsicheren Zukunftsaussichten bei Opel. In Deutschland, dem Land, in dem 1886 das Auto erfunden wurde, ist der Automobilbau eine Schlüsselindustrie, die vor großen Herausforderungen steht. Ob die rundum vernetzte Fabrik, Elektromobilität, autonomes Fahren oder Carsharing: Die Produktion ändert sich derzeit ebenso grundlegend wie die Nutzung des Autos.

Seiner bewegten Geschichte von den Anfängen in Mannheim bis hin zu den Zukunftsaussichten der Branche widmet das TECHNOSEUM einen neuen Bereich in seiner Dauerausstellung. Der Abschnitt Automobilbau zeigt neben 18 Autos und 23 Zweirädern auch diverse interaktive Stationen. An ihnen kann man das Fahrgefühl der Autopioniere nachempfinden, die noch mit Stahlfelgen übers Kopfsteinpflaster holperten, oder gemeinsam mit einem Roboter ein Modellauto konstruieren.

„Der neue Ausstellungsbereich ist wie ein abstrakter Marktplatz gestaltet, um den sich Häuser gruppieren mit Schaufenstern, entlang derer die Besucherinnen und Besucher flanieren können. Im Zentrum sind verschiedene Fahrzeuge auf abstrahierten Fahrbahnen strahlenförmig angeordnet“, erläutert Fabian Lohrer vom Atelier Lohrer – Architekten und Museumsgestalter, das diese Einbauten konzipierte und mit der Umsetzung betraut war.

Mit Heckflossen aufs Wasser

Teil der Schau sind zahlreiche Kultautos, mit denen etliche Besucher eigene Erinnerungen verbinden dürften: Dazu gehören etwa ein VW Käfer mit dem legendären Brezelfenster, ein VW Bulli T2, ein Trabbi und eine BMW Isetta, die die der Volksmund aufgrund ihres sehr überschaubaren Innenraums „Knutschkugel“ taufte, sowie ein Wankel Ro 80, eine Stilikone der 1980er Jahre. Besonders kurios: das Amphicar aus den 1960er Jahren, das sich zu Lande und zu Wasser einsetzen ließ und mit seinen Chromleisten und Heckflossen US-amerikanische Straßenkreuzer imitierte. Beim Rundgang können die Besucher auch selbst aktiv werden und unter anderem in einer virtuellen Automobil-Manufaktur von 1914 arbeiten. Dabei zeigt sich, dass die Fertigung am Fließband zwar deutlich schneller ist, damit aber auch weniger auf individuelle Kundenwünsche eingegangen werden kann. Wer möchte, kann am Ende gemeinsam mit einem Fertigungsroboter ein Automodell aus Komponenten bauen, die zuvor am 3D-Drucker ausgedruckt wurden, oder an einem Abschnitt einer Original Fertigungsstraße aus Zuffenhausen erfahren, wie die Karosserie des Porsche 911 einst zusammengeschweißt wurde. Wichtiges Element der Ausstellung ist die Alltagskultur rund ums Auto: So kann man diverse Tret- und Rutschautos für Kinder sowie Nummern- und Verkehrsschilder aus allen Epochen bewundern – und über die Wackeldackel-Sammlung des TECHNOSEUM schmunzeln.

Über das Technoseum

Das Museum wurde 1990 eröffnet und feierte im Jahr 2015 sein 25-jähriges Bestehen. Die Berliner Architektin Ingeborg Kuhler entwarf das avantgardistische Gebäude, dessen Fassade 2008 und 2009 umfassend durch das Stuttgarter Büro für Fassaden des Architekten Roland Stölzle renoviert wurde. 1992 zeichnete das Europäische Museumsforum das Haus mit dem Preis „European Museum of the Year“ aus. Anfang 2010 änderte das Museum seinen bisherigen Namen „Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim“ und heißt fortan TECHNOSEUM.

Die Aktion ist bereits beendet!

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