Kinderecke: Schneeweißchen und Rosenrot

Die Christrose zeigt sich in zartem Weiß und blüht sogar im Schnee. (Foto: Pixabay: Hans)

Christrose und Weihnachtsstern treten zwar beide gerne zu Weihnachten auf, könnten aber unterschiedlicher nicht sein.

Wenn es in den Gärtnereien Christrosen und Weihnachtssterne zu kaufen gibt, dann ist Advent. Allerdings ist es nicht ratsam, die beiden nebeneinander zu pflanzen, denn Christrosen brauchen es kalt, der Weihnachtsstern dagegen stammt aus den Tropen und kann daher bei uns im Winter nur im Zimmer überleben.

Christrose - Gebirgsgewächs aus kalten Gefilden

Die Christrose wird auch Schneerose genannt und kommt in den Alpen, dem Apennin in Italien und dem Balkangebirge in Bulgarien vor. Das Ungewöhnliche an ihr ist, dass sie im Winter blüht, sogar im Schnee. Sie trägt auch den Namen Nieswurz, weil sie früher zu Niespulver verarbeitet wurde und Schnupftabak beigemischt wurde. Da die Pflanze aber giftige Inhaltsstoffe enthält, führte das zu Todesfällen. Niespulver, heutzutage ein Scherzartikel, wurde früher als Heilmittel benutzt. In der Antike glaubte man etwa, Wahnsinn und Epilepsie durch Niesen heilen zu können. Schon seit dem 16. Jahrhundert ist die Christrose eine beliebte Gartenpflanze, die am richtigen Standort über Jahrzehnte Jahr für Jahr blühen kann.

Tropisches Klima bevorzugt der Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern stammt aus Mittel- und Südamerika. Dort wächst er als Strauch und kann bis zu vier Meter hoch werden. Er blüht von November bis Februar. Die typischen roten Blätter sind nicht die eigentlichen Blüten, sondern so genannte Hochblätter, die um die eher unscheinbaren, grün-gelblichen Blüten herum angeordnet sind. Weihnachtssterne sind so genannte Kurztagspflanzen. Das heißt, sie bekommen nur dann Blüten, wenn sie jeden Tag mindestens zwölf Stunden im Dunkeln stehen. Dort, wo sie herkommen, rund um den Äquator, ist das immer der Fall. Bei uns werden sie in den Gärtnereien daher ab Oktober einen halben Tag ins Dunkle gestellt, damit sie bis zum Advent schöne Blüten und vor allem schöne rote Hochblätter haben. Auch Weihnachtssterne sind giftig, vor allem für Haustiere. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Pflanze in den USA zu einer an Weihnachten beliebten Dekoration, und etwa 1950 kamen die ersten Weihnachtssterne nach Deutschland. (ger)
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