Weihnachten mit Jonathan Teil 5

(Foto: Pixabay, ralfor)

Fortsetzung von "Weihnachten mit Jonathan". Alle Teile finden Sie hier

Kaum war Jonathans Geburtstag vorbei war schon wieder an das bevorstehende Weihnachtsfest zu denken. Vierzehn Tage vor Heilig Abend entschlossen sich Sandra und Bernd die letzten Einkäufe zum Fest in der nahegelegenen Stadt zu erledigen. Es war ein herrlicher Wintertag als die Beiden losfuhren. Opa Karl mit Jonathan auf dem Arm winkte ihnen lange nach bevor das Auto hinter einer Kurve verschwand.
Am Nachmittag begann es lautlos zu schneien und schon in kurzer Zeit waren Straßen, Wiesen und Felder wie mit einer leichten Zuckerschicht bedeckt. Unaufhaltsam gingen die Minuten dahin. Draußen dämmerte es und wie magisch angezogen ging der besorgte Blick von Opa Karl immer wieder zur Uhr.
Gegen 19 Uhr läutete es an der Tür. Zwei Polizeibeamte überbrachten die schreckliche Nachricht, daß Sandra und Bernd auf schneeglatter Straße tödlich verunglückt sind.
Das war zuviel für die Seele des alten Mannes. Es schien als sei er in Sekunden gealtert. Sein Blick geht ins Leere und er schien wie versteinert. Er brachte kein Wort über seine Lippen und keine Träne erlöste ihn von seiner Qual.
Ein herbei gerufener Arzt wies Opa Karl in das nahegelegene Kreiskrankenhaus ein.
Jonathan wurde von eine armen aber redlichen Familie, die im Pfarrhaus des Ortes lebte, aufgenommen.
Jonathan ahnte nichts von dem großen Leid das sein bisher so kurzes Leben begleitete. Er fühlte sich wohl im Kreis dieser kleinen Pflegefamilie.
Wenige Tage nach diesem so schrecklichen Schicksalsschlag verließ Opa Karl die Klinik.
Er wollte nach Hause. Zurück in sein Heim in dem Glück und unsagbares Leid so eng nebeneinander gelebt haben.
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