So war das Jahr 2016 im Südwesten in Zitaten

So war das Jahr 2016 im Südwesten in Zitaten gesprochen. Mit dabei sind Politiker, Polizisten und Fußballtrainer.

Baden-Württemberg (dpa/lsw)

21. Januar 2016: „Man muss sehen, dass diese Leute als Biedermänner auftreten. Das kenne ich von den Republikanern. Die haben das auch so gemacht. Das sind aber wirklich Brandstifter. Dazu muss man mal in ihr Programm schauen. Das muss man sich mal anhören.

(Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Stuttgarter Theaterhaus zur AfD)

22. Januar 2016: „Die Reform war bei ihrer Einführung eine Operation am offenen Herzen eines gesunden Menschen. Zwei Jahre nach Einführung liegt auf dem OP-Tisch ein kranker Mensch.“

(Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, zu der vor zwei Jahren gestarteten Polizeireform)


27. Januar 2016: „Die in Deutschland geltenden Werte und Regeln garantieren, dass wir ein freies Land sind. Deshalb können wir überkommene Rollenbilder, nach denen Frauen weniger wert sind als Männer, nicht akzeptieren.“

(Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) zur Integration von Flüchtlingen und zur Debatte um sexuelle Übergriffe und andere Straftaten.)


28. Januar 2016: „Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert.“

(Der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, an potenzielle Nichtwähler.)

4. Februar 2016: „Auf den Plakaten sehe ich sogar noch schöner aus wie in Wirklichkeit.“

(Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zum Auftakt seiner Wahlkampftour)


9. Februar 2016: „Der Hunger treibt's nei.“

(Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beim Froschkutteln-Essen seiner Heimatzunft Gole in Riedlingen)

20. Februar 2016: „Ich bin ein Rot-Grüner. Uff, der Wahlomat hat mich heute sehr beruhigt.“

(Tübingens OB Boris Palmer auf Facebook. Er hat mit Hilfe des Wahl-O-Maten getestet, welche Partei zu ihm passt.)


9. März 2016: „Nicht der Feinstaubalarm ist das Problem, sondern der Feinstaub.“

(Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) zum dritten Feinstaubalarm in drei Monaten in der Landeshauptstadt.)

13, März 2016: „8% - Danke an alle Wählerinnen und Wähler - ihr seid klasse!!!!!“

(FDP-Landesverband auf Twitter zur Prognose für Baden-Württenberg)


25. April 2016: „Ich will, dass auch für meine Enkel hier zu Hause noch das Geläut der Kirchenglocken das geistliche Geräusch ist, das sie hören, und nicht der Ruf des Muezzins.“

(Der AfD-Co-Vorsitzende Jörg Meuthen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu der seiner Ansicht nach „schleichenden Islamisierung“ in Deutschland)


2. Mai 2016: „Wir haben uns nicht gesucht, doch wir haben uns gefunden, die Grünen und die Schwarzen.“

(CDU-Landeschef Thomas Strobl in Stuttgart bei der Vorstellung des grün-schwarzen Koalitionsvertrags)


2. Mai 2016: „Von Sitzung zu Sitzung ist das Vertrauen gewachsen.“

(Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart bei der Vorstellung des grün-schwarzen Koalitionsvertrags)

10. Mai 2016: „Wir waren nicht pessimistisch, sondern hatten leider Recht. Und wir hätten uns gerne geirrt.“

(Der Chef des drittgrößten deutschen Energieversorgers EnBW, Frank Mastiaux, bei der Hauptversammlung zur Prognose aus 2013, dass das Ergebnis der konventionellen Stromerzeugung bis 2020 um rund 80 Prozent zurückgehen wird)

12. Mai 2016: „Er hat mir gratuliert und gemeint, Fußball-Trainer zu sein ist nicht so schwer, wenn man gewinnt.“

(Hoffenheims Bundesliga-Trainer Julian Nagelsmann über seine erste Begegnung mit Franz Beckenbauer, der den 28-Jährigen zum Klassenverbleib beglückwünschte)

18. Mai 2016: „Wenn man das Publikum nicht liebt, sollte man besser eine Bäckerei aufmachen.“

(Der Fernsehmoderator und Musiker Stefan Mross in Rust bei Freiburg über seinen Beruf)

5. Juni 2016: „Mir geht es gut wie immer. So ist es halt. Jetzt ist es rum.“

(SPD-Landeschef Nils Schmid zu seinem Rückzug als SPD-Landeschef)

8. Juni 2016: „Den Titel "Oppositionsführer" muss man sich in diesem Haus erwerben, er wird nicht verliehen.“

(Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz an die Adresse des AfD-Fraktionschefs Jörg Meuthen)

9. Juni 2016: „Was ist denn dieser Pragmatismus, den Sie dem weiblichen Gehirn zutrauen? Geschirrspülen, putzen und waschen, oder was?“

(FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke an die Adresse des AfD-Abgeordneten Gedeon und zur Diskussion um Antisemitismus im Landtag)

27. Juni 2016: „Die Doppelbesetzung ist notwendig, sonst ist es fast so, als würde ein Hausarzt plötzlich allein am Operationstisch stehen.“

(Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, mit Blick auf den Mangel an Sonderpädagogen zur Unterstützung der regulären Lehrkräfte)


5. Juli 2016: „Wer nicht in der Lage ist, rassistische oder antisemitische Äußerungen zu erkennen und zu unterlassen, schädigt seine Partei und gehört schon gar nicht in Führungspositionen einer staatstragenden Partei.“

„Antisemitismus kann und darf keinen Platz in der AfD haben.“

(Jörg Meuthen zur Spaltung der AfD-Fraktion)

6. Juli 2016: „Das ist nicht wie bei CSI Miami, dass wir nach einer Folge von 20 Minuten wissen, was passiert ist.“

(Ein Sprecher der Polizei in Darmstadt zu der Tatsache, dass die Ursache von Unfällen auf der A6 bei Mannheim noch nicht klar ist)

13. Juli 2016: „Es gibt Narben, die wir davongetragen haben. Es schmerzt, wenn ein unschuldiges Kind ermordet wird und die Tat bleibt ungesühnt.“

(Der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier, knapp zwei Jahre nach dem Mord am acht Jahre alten Armani in Freiburg.)

19. Juli 2016: „Ich mauschele schon immer.“

(Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zum Thema Mauscheleien in der Politik und der von den Grünen versprochenen Transparenz.)

24. Juli 2016: „Deine Emotionalität und meine Emotionalität, wenn man das zusammennimmt und durch zwei teilt, ist das echt perfekt so.“

(Die damalige Bewerberin für den SPD-Landesvorsitz, Leni Breymaier, zum scheidenden Landeschef Nils Schmid, dem wiederholt mangelnde Emotionalität vorgeworfen wurde. Breymaier hingegen gilt als sehr emotional.)

31. Juli 2016: „Ich bin kein Politiker, ich bin kein Finanzfachmann. Ich bin ein Mensch, der in einem kurzärmeligen Hemd dem Ball hinterher läuft.“

(Fußball-Nationalspieler Sami Khedira bei der Verleihung des Landesverdienstordens)

21. September 2016: „Zwei Zwölfjährige teilen sich einen kaputten Zahn.“

(Der Präsident der Landeszahnärztekammer, Udo Lenke, zur Kariesbelastung bei Zwölfjährigen. Der sogenannte Kariesindex, der beschreibt, wie viele Karieszähne Kinder im Schnitt haben, liegt im Südwesten bei 0,56.)

21. September 2016: „Ich hatte schon meinen Bundeswehr-Schlafsack im Auto und war darauf vorbereitet, so lange bei Hans-Joachim Watzke auf dem Grundstück zu campieren, bis er den Hannes freigibt.“

(Der Sportvorstand des VfB Stuttgart, Jan Schindelmeiser, zu den Verhandlungen mit Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke um die Freigabe von Trainer Hannes Wolf, den der BVB ohne Ablöse zum Fußball-Zweitligisten ziehen ließ.)

28. September 2016: „Wir haben Ihre Possen, Ihre Vorführaktionen, Ihr Theater schlicht und einfach politisch satt, meine Damen und Herren.“

(Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Uli Sckerl, in der Landtagsdebatte in Richtung AfD und Alternative für Baden-Württemberg (ABW) - zur Debatte um den AfD-Antrag auf einen U-Ausschuss)

1. Oktober 2016: „Wir müssen die Kreidezeit in den Schulen beenden.“

(CDU-Vize Thomas Strobl zur Digitalisierung der Bildung beim Deutschlandkongress der Unionsparteien in München.)

3. Oktober 2016: „2021 werden wir eine AfD-Kanzlerin haben.“

(Der AfD-Europaabgeordnete Marcus Pretzell zu den Erwartungen seiner Partei für die nächsten Jahre.)

9. Oktober 2016: „Klar geht's morgen früh los. Normal bei mir um acht Uhr, aber morgen auch nicht um neun. Denn heute abend wird erst mal gefeiert.“

(Der neue Präsident des VfB Stuttgart, Wolfgang Dietrich, nach seiner Wahl über den Start in seine Amtszeit beim Fußball-Zweitligisten.)

14. Oktober 2016: „Bei uns in Baden-Württtemberg sagt man: Nit gschimpft isch globt gnug.“

(Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur Einigung zwischen Bund und Ländern. Oder hochdeutsch: „Nicht geschimpft ist genug gelobt.“)

18. Oktober 2016: „Die Grand-Prix-Kür am Samstagnachmittag ist ein Stimmungs-Highlight. Wahrscheinlich würde sich der VfB freuen, immer so eine Stimmung zu haben.“

(Die sechsmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth über die Stimmung beim Hallenreitturnier in Stuttgart im Vergleich zum benachbarten Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart)

21. Oktober 2016: „Bei einer Partei ist es wie in einem Flugzeug: Wenn man nur den linken Flügel hat, kann man weder starten noch landen.“

(Porsche-Betriebsratschef und SPD-Parteimitglied Uwe Hück zur baden-württembergischen SPD, bei der sich seiner Ansicht nach unter der damals noch designierten Vorsitzenden Leni Breymaier ein Linksruck andeutet)

28. Oktober 2016: „Für Fragen der persönlichen Lebensführung ist die Politik nicht die richtige Trompete. Die Grünen haben das ein paarmal gemacht und sind jedes Mal auf die Nase gefallen, denken sie an den Veggie Day, das war ein politisches Desaster.“

(Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ über die Rolle der Politik in der Gesellschaft)

3. November 2016: „I was frank and open - it was not a speech read-out, but "frei von der Leber" as we say in German.“

(Veröffentlichte Stellungnahme von EU-Kommissar Günther Oettinger, in der er um Entschuldigung bittet für seine vielkritisierte „Schlitzaugen“-Rede)

8. November 2016: „Ich hoffe, dass ich im Bett bin.“

(Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf die Frage, wo er den Ausgang der US-Wahl verfolgt)

25. November 2016: „Die Sonnenstrahlen sind die Wellen, die mich tragen.“

(Der Illustrator und Kinderbuchautor Janosch zum Einfluss des Wetters auf seine Arbeit.)

25. November 2016: „Eine heute 21-Jährige kennt seit ihrem zehnten Lebensjahr nur eine Frau mit einem breiten Po, flachen Schuhen und ansonsten einer ziemlich gewöhnlichen Figur, die nicht dem üblichen Barbie-Klischee entspricht, an der Spitze des Landes. Das ist ein ehrliches Bild für eine ganze Generation junger Frauen. Man kann als Frau was werden!“

(SPD-Landeschefin Leni Breymaier im Interview mit der „Esslinger Zeitung“ auf die Frage, was sie an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bewundere)


25. November 2016: „Ich würde sehr gerne gejagt werden.“

(Stuttgarts Trainer Hannes Wolf vor dem Heimspiel gegen Nürnberg auf die Frage, ob er im Aufstiegskampf der Zweiten Liga lieber Jäger oder Gejagter ist. Vor Beginn des 14. Spieltags war der VfB Zweiter)
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