Bretten: Konzepte zur Bebauung der Sporgasse vorgestellt

Städtebauliches Konzept - Variante 6 (Foto: Planungsbüro Baldauf Architekten und Stadtplaner)
 
Etwa 70 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die Konzepte zur Bebauung der Sporgasse zu informieren.

Bei einer Infoveranstaltung im Rathaus wurden mögliche Konzepte zur Bebauung des Sporgassen-Areals vorgestellt. Gleichzeitig konnten Bürger Fragen stellen und Vorschläge machen.

Bretten (wh) Das Interesse an der Sporgassenbebauung hat nachgelassen – jedenfalls konnte man diesen Eindruck bei der gestrigen Bürgerinformationsveranstaltung im Rathaus bekommen. Mit etwa 70 Interessierten fanden weit weniger Bürger als erwartet den Weg in den Ratssaal. Über die Vorschläge des Planungsbüros Baldauf Architekten und Stadtplaner war bereits in einem früheren Workshop diskutiert worden. Bei der Infoveranstaltung gab die Stadt Bretten nun allen Bürgern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Vorschläge zu machen.

Städtebauliche Rahmenbedingungen festlegen

Man wolle eine Ergänzung und keine Konkurrenz zum Marktplatz schaffen, sagte Professor Gerd Baldauf, der die sieben verschiedenen Varianten der Sporgassenbebauung vorstellte. Geplant wurde im Vergleich zu früheren Entwürfen viel kleinteiliger: Viel Grün, Wohnbebauung, eine Mindestmenge an Parkplätzen und eine ausreichend große Freifläche sehen die Konzepte vor. Seine Empfehlung laute, behutsam in das Projekt einzusteigen, also erst einmal städtebauliche Rahmenbedingungen zu schaffen und dann einen Investor zu suchen. Mit städtebaulichen Verträgen könne man sicherstellen, dass am Ende auch das entsteht, was im Vorfeld vereinbart wurde, so Baldauf.

Für dieses geplante Vorgehen gab es einhelliges Lob aus dem Publikum. Neben Fragen zum Auswahlverfahren für Architektenbüros und zu den Parkplätzen gab es auch weitere Vorschläge zur Nutzung des Geländes, zum Beispiel den Bau eines Alten- und Pflegeheims oder die Errichtung einer Markthalle. Marion Klemm sprach sich dabei noch einmal gegen ein Ärztehaus an diesem Standort aus. „Die endgültige Entscheidung trifft der Investor. Er hat ein Recht darauf, mitzubestimmen, in was er investiert“, betonte Baldauf daraufhin.

Auch die Größe des Platzes ist eine wichtige Frage, die es noch zu beantworten gilt. Ein zu großer Platz wirke leer und trostlos, wenn man ihn nicht richtig füllen könne, gibt Baldauf zu bedenken. Dies veranschaulichten Beispiele aus anderen Städten. Peter Beyle plädierte ebenfalls für eine kleinere Variante und meint: „Für Peter-und-Paul findet man immer eine Lösung“.

Mehrfachbeauftragung nach Gemeinderatsbeschluss

Wenn das Planungsbüro, das den Prozess bis zum Ende begleiten wird, ein fertiges Konzept erstellt hat, muss der Gemeinderat über die Rahmenbedingungen abstimmen. Nach dem Beschluss soll es dann eine Mehrfachbeauftragung geben, erklärt Oberbürgermeister Martin Wolff. Das heißt, es werden mehrere Architektenbüros mit dem Entwurf einer Planung beauftragt, wobei die beste Planung den Zuschlag erhält. Bereits nach dem Peter-und-Paul-Fest 2018, so schätzte Wolff, könne das Projekt in die erste Phase gehen. Zu rechnen sei mit einer Bauzeit von mindestens zwei Jahren. Allerdings komme es immer darauf an, wie alle Akteure zusammenarbeiten, ergänzte Baldauf.

Weitere Infos

Unter www.bretten.de stehen weitere Info-Materialien zum Download zur Verfügung.
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