Gratis Trinkwasser aus der „Wasserbar“: Wählerinitiative „die aktiven“ schlägt Pilotprojekt am ESG vor

Werbung für Brettener Trinkwasser: (von links) Jörg Biermann, Peter Maier und Sibille Elskamp von den „aktiven“ wollen „Wasserbars“ einführen. Foto: ch
Bretten: die aktiven |

(ch) Die Wählerinitiative „die aktiven“ wirbt für die Einführung von kostenlosen „Wasserbars“ in Bretten.

Drei Vertreter der "aktiven" haben am Dienstag bei einem Redaktionsbesuch der Brettener Woche ihren Vorschlag erläutert.

Vorbild sind Karlsruher "Wasserbars"


Die „Wasserbars“ sollen demnach in Brettener Schulen, Kindergärten und Flüchtlingsunterkünften das in Einzelflaschen, Wasserkisten und anderen Behältern privat gekaufte Trinkwasser ablösen. Eine „Wasserbar“ ist ein Automat mit Anschluss an die Hauswasserleitung, bei dem man auf Knopfdruck gekühltes stilles oder mit Kohlensäure versetztes Trinkwasser abzapfen kann. Vorbild sind die von den Karlsruher Stadtwerken per Leasingvertrag zur Verfügung gestellten „Wasserbars“.

„Hoppla, wär´ das was fürs ESG?“

Dass es diese nicht nur beispielsweise in Arztpraxen, Fitnesscentern und Behörden, sondern auch in allen Karlsruher Schulen gebe, habe er vor zwei Jahren erfahren, berichtet Peter Maier von der Wählerinitiative, der zugleich Vorsitzender des Fördervereins am Brettener Edith-Stein-Gymnasium (ESG) ist. Sein erster Gedanke: „Hoppla, wär´ das was fürs ESG?“ Schließlich seien die Schulen, vor allem die mit Ganztagsbetrieb, dafür verantwortlich, dass die Schüler genügend zu trinken haben. „Da wäre ein fest eingebauter Automat hilfreich“, meint Meier.

"Brettener Trinkwasser ist von bester Qualität"

Bei den Trinkgefäßen plädiert „aktiven“-Gemeinderätin Sibille Elskamp allerdings für eine nachhaltigere Lösung als in Karlsruhe: Statt Plastikbechern sollten nachfüllbare Trinkflaschen aus Hartplastik zum Erwerb angeboten werden.
Das Brettener Trinkwasser werde ständig untersucht und sei bester Qualität, betont die Wählerinitiative. Sie argumentiert, dass mit Einführung der „Wasserbars“ nicht nur die Geldbeutel der Eltern von Schul- und Kindergartenkindern entlasten, sondern auch unnötigen Restmüll und Transporte vermeiden und die Umwelt schonen. Jörg Biermann, „aktiven“-Fraktionschef im Gemeinderat, zitiert die Karlsruher Stadtwerke: „Es gibt nichts Hygienischeres als die Wasserbar.“ In Bretten könne sie zudem eine prima Werbung für die Stadtwerke sein.

Stadtwerke sind offen für Pilotprojekt

Deshalb will die Wählerinitiative - nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch vor zwei Jahren - nun in einem erneuten Anlauf die Stadtwerke für ein einjähriges Pilotprojekt am ESG gewinnen. Der Unterstützung von Schulleiterin Annelie Richter ist sich Maier sicher. Und auch Stadtwerkechef Stefan Kleck zeigt sich auf Nachfrage gesprächsbereit: „Warum nicht? Dann kann man vielleicht mal sagen, wie viel Wasser überhaupt getrunken wird, und die Ersparnisse mit den Kosten abgleichen.“
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