Herausforderungen und Chancen der Bildungslandschaft

Von links: Bürgermeister Michael Nöltner, Oberbürgermeister Martin Wolff, Kultusministerin Susanne Eisenmann, MPR-Schulleiter Martin Knecht (hinten), CDU-Landtagsabgeordneter Joachim Kößler sowie die stellvertretende Schulleiterin Angela Knapp.
 

Kultusministerin Susanne Eisenmann zu Gast in Bretten.

Bretten (hk) Zum 1. August tritt sie also in Kraft: Das Gesetz zur Offenlegung der Grundschulempfehlung beim Übergang auf die weiterführenden Schulen. Zum Schuljahr 2012/2013 gelang es der grün-roten Landesregierung, die Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung außer Kraft zu setzen. Danach durften Eltern über die Auswahl der weiterführenden Schule frei entscheiden. Mit der Offenlegung der Grundschulempfehlung erhofft man zum einen, Eltern vor unrealistischen Erwartungen zu bewahren, zum anderen das Kind von Beginn an optimal zu fördern. Denn: „In der sechsten, siebten, achten Klasse gibt es massive Wechsler“, wies Susanne Eisenmann hin. Die baden-württembergische Kultusministerin war auf Einladung des Landtagsabgeordneten Joachim Kößler (CDU) zu Gast an Brettener Schulen. In einer kleinen Runde, unter anderem mit Oberbürgermeister Martin Wolff, Bürgermeister Michael Nöltner sowie Schulleiter Martin Knecht sprach Eisenmann in einem Pressegespräch in der Max-Planck-Realschule über die Herausforderungen, aber auch Chancen der Bildungslandschaft. „Daran müssen wir gemeinsam arbeiten“, betonte Eisenmann.

„Die Werkrealschule hat einen guten Ruf“

Darüber hinaus sei es der Kultusministerin ein wichtiges Anliegen, die Realschule als wesentliche Säule des Bildungssystems zu untermauern. Auch Bürgermeister Michael Nöltner sieht von der Auflösung der Realschule beziehungswiese Dreigliedrigkeit des Schulsystems strikt ab. Stattdessen müsse man die Realschulen weiter stärken. Eisenmann machte darauf aufmerksam, dass in den vergangenen Jahren viele Werkrealschulen verloren gegangen seien, dass sich aber trotzdem noch starke Standorte, vor allem in ländlichen Gebieten, behaupten konnten. Dass auch die Bevölkerung den Mehrwert der Werkrealschulen erkenne, ließe sich daran ablesen, dass zwölf bis dreizehn Prozent der Werkrealschüler eine Gymnasialempfehlung haben. „Die Werkrealschule hat einen guten Ruf“, fasste Eisenmann zusammen.

Duale Ausbildung ist ein Exportschlager

Auf die Frage, welche Wünsche Martin Knecht in Bezug auf die Max-Planck-Realschule habe, antwortete der Schulleiter schmunzelnd: „Die meisten Wünsche sind schon angegangen, viele sind bereits erfüllt.“ Ihm sei es wichtig, dass die Realschule weiterhin qualitätsorientiert bleibe, zum Beispiel mit der Einhaltung von zentralen Klassenarbeiten. Auch über ausreichende Fachräume sei er „gottfroh“. „Wir sind momentan gut versorgt“, sagte er. Damit die Schüler aber weiterhin zukunftsorientiert arbeiten können, müsse man laufend darin investieren. Auch zum Thema berufliche Bildung vertritt Eisenmann eine klare Auffassung. Die duale Ausbildung sei ein Erfolgsmodell und ein Exportschlager, deren Erhalt und Wert man in der Gesellschaft noch stärker verankern müsse. Dass der Fokus weiterhin auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler gelegt werden muss, bleibe aber auch bei diesem Thema ohne Zweifel. Nicht jeder brauche zwingend ein Abitur und auch ohne ein Studium habe man genügend und gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
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