„Wir brauchen jede Hilfe“ – Ruit probt den Ernstfall bei Hochwasser

Die Hochwasser-Übung in Ruit fand in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bretten und der Nachbarschaftshilfe statt.

Was tun im Ernstfall? Aaron Treut, Ortsvorsteher von Ruit, ging am Montag, 8. Mai, dieser Frage nach. Mit einer WhatsApp-Nachricht akivierte er die „Ruiter Nachbarschaftshilfe“ und probte in Kooperation mit der Feuerwehr Bretten den Ernstfall bei Hochwasser.

Bretten (hk) „Braune Wassermassen wälzen sich wieder die Bauschlotter Straße herunter und bedrohen den Ort. Wir brauchen jede Hilfe, die wir kriegen können.“ Es ist Montagabend, 19 Uhr, als in der WhatsApp-Gruppe „Ruiter Nachbarschaftshilfe“ diese Nachricht zu lesen ist. Sie stammt von Aaron Treut, dem Ortsvorsteher Ruits. Auf seine Initiative hin fand eine Feuerwehrübung statt, bei der im Zusammenspiel von Feuerwehr und der Nachbarschaftshilfe der Ernstfall bei Hochwasser erprobt wurde.


Kooperation zwischen Nachbarschaftshilfe und Feuerwehr trägt Früchte

Schauplatz der Simulation war entlang der Straße „An der Salzach“, rund um das Ruiter Rathaus. Wenige Minuten nachdem Treut die Nachricht abgesendet hatte, fanden sich schon viele Ruiter von der Nachbarschaftshilfe mit Warnwesten bekleidet am Rathaus zusammen. Dann ging es darum, das Ortsinnere mit Sandsäcken abzusichern, wobei alle Anwesenden tatkräftig mit anpackten. Dabei ging es vor allem darum, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie der Ablauf im Falle eines Unwetterereignisses abzuwickeln ist und welche Schritte dafür notwendig sind. „Natürlich fehlt bei einer Übung der gewisse Adrenalin-Kick“, so Treut. Dennoch erwies sich die Kooperation zwischen Nachbarschaftshilfe und Feuerwehr als durchaus fruchtbar: Frisch abgefüllte Sandsäcke wurden zügig aus dem Keller des Rathauses nach draußen transportiert und ordnungsgemäß an vorgesehenen Plätze im Ortskern abgestellt. Während der Simulation wurde zudem ein Keller ausgepumpt.
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