Zahl der Viehhalter im Südwesten geht stark zurück

Immer weniger Bauern im Südwesten halten Schweine, Rinder und Hühner. (Foto: Alexas_Fotos)

Immer weniger Bauern im Südwesten halten Schweine, Rinder und Hühner. Dabei wachsen die durchschnittlichen Tierbestände in den einzelnen Betrieben immer weiter an, wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Stuttgart (dpa/lsw) Immer weniger Bauern im Südwesten halten Schweine, Rinder und Hühner. Dabei wachsen die durchschnittlichen Tierbestände in den einzelnen Betrieben immer weiter an, wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart mitteilte. Der Grund: Viele kleine Betriebe haben laut der Behörde die Viehhaltung aufgegeben, da sich diese nicht mehr lohnt.

Starker Rückgang bei Schweinemastbetrieben

Besonders stark war der Rückgang bei den Schweinemastbetrieben: Bis 2016 ging die Zahl gegenüber dem Jahr 2010 um knapp 40 Prozent auf 5250 zurück. Rinder hielten im vergangenen Jahr noch 14 740 Höfe - rund 3200 oder ein Fünftel weniger als noch 2010. Die Hühnerhaltung gaben 2680 Betriebe auf - ein Minus von 27,6 Prozent. 2016 gab es noch rund 7000 Höfe mit Hühnern im Südwesten.

Wegfall kleinerer Standorte mit wenigen Tieren

Durch den Wegfall kleinerer Standorte mit wenigen Tieren verschob sich der Durchschnittswert des gehaltenen Viehs teils deutlich nach oben. Bei den Rindern wuchs die durchschnittliche Zahl der Tiere je Betrieb von 56 auf 67. Der gesamte Bestand der Rinder ging nur leicht um drei Prozent auf circa 984 000 Tiere zurück. Die Schweinehaltung erlebte mit 12 Prozent minus den stärksten Rückgang: Dort wurden im 2016 nur noch 1,9 Millionen Tiere gezählt. Die Schweinemastbetriebe hielten 2016 im Schnitt aber 357 Tiere (2010: 245). Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der gehaltenen Hühner um rund 21 Prozent auf 4,3 Millionen. Mit 611 Hühnern je Betrieb stieg die Durchschnittszahl seit 2010 um mehr als das Anderthalbfache.
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