Video und Bildergalerie: KSC verliert nach Führung gegen Sandhausen 1:3 - Stimmung im Wildpark kippt

Wieder mal gut gespielt und trotzdem verloren: Karlsruhe rutscht in die Abstiegsrelegation
 
"Uns geht es weder um die Spieler, noch um den Trainer, sondern um den Verein - und zu dem halten wir, komme was wolle" kommentierte Familie Bauer.
Nach einer dominanten ersten Halbzeit gelang den Karlsruhern durch Dimitris Diamantakos der ersehnte Führungstreffer. Danach spielte Sandhausen stark auf, konnte durch einen erfolgreichen Elfmeter in der 60. Minute den Ausgleich erzielen, und sich im weiteren Verlauf der Partie durch zwei weitere Tore den Sieg sichern. In den ersten 45. Minuten zeigte der KSC eindeutig das bessere Spiel, zahlreiche Angriffe sorgten für Hoffnung auf einen erlösenden Sieg, ein erfolgreicher Abschluss ließ jedoch noch auf sich warten. Gleichzeitig verhinderten die Abwehrspieler durch agile Defensiven jeglichen Spielaufbau auf Seiten des Gegners.

Führungstreffer zu Beginn der 2. Hälfte weckte Hoffnung

Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung bei den Fans noch ungetrübt, "Wir sind zufrieden, bis jetzt ist das Spiel besser gelaufen, als wir gedacht haben. Der Abschluss fehlt noch und deshalb muss jetzt noch mehr gehen.", resümierten Volker und Uwe (N.n) aus Karlsruhe die erste Hälfte. Auch die Fanbetreuung des KSC schätzte die momentane Grundstimmung eher positiv ein: "Zur Zeit sind die Fans etwas verhalten, aber optimistisch eingestellt". Und so nutzten die Karlsruher auch gleich die erste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit, mit viel Gefühl und einem guten Auge gelang Hiroki Yamada eine perfekte Flanke, Diamantakos musste nur noch den herbeistürmenden Torwart überlisten und hob den Ball zum 1:0 für Karlsruhe.

Nach der Führung dominierte Sandhausen

Einen wichtigen Sieg im Blick, stellte sich schnell gute Laune auf den Rängen ein und mit motivierenden Gesängen unterstützte man den Verein. Plötzlich wachte jedoch Sandhausen auf und das Blatt wendete sich, das Spielgeschehen fand nun hauptsächlich in der Karlsruher Hälfte statt und der Gegner machte Druck. In der 60. Minute dann die unglückliche Wendung; Diamantakos geht im Zweikampf zu hart ran und fällt Daniel Gordon im Strafraum - der Schiedsrichter zeigt Elfmeter an und Andrew Wooten lässt Keeper Orlishausen keine Chance zu parieren. Die Badener rangen mit dem Dämpfer und versuchten in den Folgeminuten vergeblich einen zielführenden Spielaufbau zu gestalten.

Schlussphase mit rauem Ton auf dem Platz und auf den Rängen

Das nutzte Sandhausen dann schon in der 75. Minute aus, wieder war es Wooten der ungedeckt die Möglichkeit bekam Orlishausen auf dem falschen Fuß zu erwischen und mit dem 2:1 Treffer die Badener endgültig zu destabilisieren. In der restlichen Spielzeit fand ein emotional aufgeladener Kampf statt, der durch Fouls und harte Zweikämpfe gekennzeichnet war. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, Lucas Höler beendete die Begegnung und sicherte mit dem 1:3 den Endstand für Sandhausen an diesem Spieltag.

Tomas Oral verschwindet in die Kabine

Gegen Ende der Partie kippte die Stimmung bei den KSC-Fans und Pfiffe, Buh-Rufe und "Oral raus"-Parolen erfüllten den Wildpark.
"Wir geben den Verein nicht auf", so der Tenor unter den Fans
Auch wenn die Stimmung schnell mal überschwappt zeichnen sich die KSC-Anhänger insbesondere durch ihre Treue aus: "Uns geht es weder um die Spieler, noch um den Trainer, sondern um den Verein - und zu dem halten wir, komme was wolle" kommentierte die Familie Bauer aus Karlsruhe das Geschehene. Lediglich eine ältere Dame aus Landau konnte ihre Enttäuschung nicht überwinden: "Wir stehen kurz vor der dritten Liga! Ich komme schon sehr lange hierher, aber momentan reicht es mir.", äußerte sich Frau Merkl. Beim nächsten Spiel am 27.November gegen Kaiserslautern haben die Blau-Weißen die Möglichkeit aus dem Tief herauszukommen, den Druck dazu bekommen sie bereits.
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