„Wenn alle mit Herz und Leidenschaft dabei sind, wird es immer ein großer Erfolg“ – Interview mit Rainer Scharinger

Rainer Scharinger (Foto: Scharinger & Friends)

Für das vom TSV 1891 Rinklingen ausgetragenen Benefizspiel am Sonntag, 16. Juli, kommen Weggefährten und Freunde des ehemaligen Fußballprofis Rainer Scharinger zusammen. Gemeinsam kicken die Scharinger & Friends gegen die Brettener Stadtauswahl für einen guten Zweck. Alle Spendeneinnahmen kommen zu 100 Prozent sieben regionalen Projekten zugute. Im Interview mit der Brettener Woche/kraichgau.news spricht Scharinger über den Erfolg des Projekts Scharinger & Friends.

Herr Scharinger, Fußball spielen mit ehemaligen Teamkameraden und Freunden. Wie sind Sie zu dieser Idee gekommen?
Wir, die Initiatoren (Anm. d. Red.: Hardy Schröder und Rainer Scharinger), hatten persönliche Erlebnisse, aus denen das Bedürfnis gewachsen ist, etwas zu tun und das selbstständig. 2012 war es dann soweit: Das erste Fußballspiel, mit viel Musik, Spaß und Freude. Das hat wirklich Spaß gemacht. Und nun sind es inzwischen fünf Jahre, in denen wir rund 200.000 Euro spenden durften.

Was motiviert Sie weiterzumachen?
Wir möchten weiterhin einfach helfen. Deshalb freue ich mich sehr, auf das tolle Event am Sonntag.

Was denken Sie, was ist das Erfolgsrezept von Scharinger & Friends?
Ich selbst habe eine großes Netzwerk, das hilft natürlich viel. Außerdem sehen die Menschen Fußball einfach gerne. Zudem verlangen wir keinen Eintritt und die Spenden kommen sieben regionalen Projekten – die es wert sind, jederzeit unterstützt zu werden – zugute. Als es mit Scharinger & Friends losging, habe ich als Laie angefangen. Ich hatte Ideen, die ich umsetzen wollte. Ich habe es einfach probiert und es hat funktioniert. Was mir wichtig ist: Alle Spendeneinnahmen kommen zu 100 Prozent bei diesen Projekten an. Ich stehe mit den Mitarbeitern, Angehörigen und teilweise auch mit den Betroffenen in Kontakt. Vor all diesen Menschen habe ich großen Respekt. Klar ist das Ganze auch mit viel Stress verbunden, aber das ist es mir wert. Dann sage ich zu mir: „Mund halten und weitermachen“.

Können Sie ein kurzes Fazit des Event-Jahres 2017 ziehen?
Wir hatten dieses Jahr schon tolle Events, zwei kleinere und vier größere. Das war alles wunderbar. Wenn alle mit Herz und Leidenschaft dabei sind, wird es immer ein großer Erfolg. Wichtig ist: Nichts muss, alles kann. Auch wenn am Ende nur ein paar Euro zusammenkommen, Hauptsache ist, dass alle Spaß haben und gut drauf sind.

Worauf darf man sich in Rinklingen freuen?
Vor allem auf einen vielfältigen Tag! Die Kindernothilfe wird vor Ort sein und sich vorstellen. Es werden drei Rollstühle an das Kinderhospiz übergeben. Es gibt eine Fotobox, einen Clown und vieles mehr.

Im Moment sind Sie Verbandssportlehrer beim Badischen Fußballverband. Was ist der große Unterschied zur Vereinsarbeit?
Die Vereinsarbeit war klar etwas völlig anderes. Jetzt steht bei mir die Talentförderung im Vordergrund, auch ist der Leistungsdruck nicht mehr so hoch. Ich bin gerne Ausbilder und alles hat seine Vor- und Nachteile.

Woran denken Sie aus Ihrer Zeit als Profispieler gerne zurück?
An das Fußballspielen selbst und dass ich immer gesund spielen konnte. Die Bundesliga war ein großes Erlebnis – das war schön. Ich denke gerne an diese Zeit zurück und versuche heute ein bisschen etwas davon zurückzugeben.

Neben Fußball, welche Sportarten interessieren Sie sonst noch?
Ich bin da sehr offen. Tennis, joggen, Fahrrad fahren. Golf mag ich aber nicht so. Außerdem schaue ich gerne Handball und Volleyball. In dieser Hinsicht bin ich sehr vielfältig interessiert.

Wenn Sie dann mal ein bisschen Zeit für sich haben, was machen Sie dann am liebsten?
(lacht) Meine Zeit mit meiner Familie und mit meinen Kindern verbringen. Dann liege ich gerne auf meiner Terrasse, lese ein Buch und trinke eine Tasse Kaffee. Oder ich schwimme ein paar Bahnen oder gehe im Wald wandern – aber alles in Ruhe.

Die Fragen stellte Brettener Woche/kraichgau.news-Redaktionsvolontärin Havva Keskin.
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