Einbrecher machen keinen Urlaub

Die Rückkehr aus dem Urlaub kann zum Albtraum werden. Wie man sich vor ungebetenen Gästen in der Urlaubszeit schützt, zeigt die Website www.nicht-bei-mir.de (Foto: djd/Initiative Nicht-bei-mir)

Wer während des Urlaubs ausgeplündert wird, bemerkt den Schaden meist erst bei der Rückkehr. Mit einfachen Verhaltensregeln kann man die Einbruchsgefahr in der Ferienzeit effektiv reduzieren.

(djd). Urlaubszeit ist Einbruchszeit, die entsprechenden Meldungen gehen dann gehäuft bei der Polizei ein. Während die Haus- oder Wohnungsbesitzer im Meer oder Hotelpool planschen, räumen Einbrecher in Seelenruhe die Zimmer aus. Der Schaden wird meist erst bei der Heimkehr bemerkt.

Einbruchszahlen steigen rasant an

Aber nicht nur in der Urlaubszeit schlagen Einbrecher zu: Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigte zuletzt in einem Zeitraum von fünf Jahren ein Plus bei den Wohnungseinbrüchen um 33 Prozent auf mehr als 152.000 Fälle. Ein Großteil der Einbrüche wird tagsüber ausgeführt - etwa wenn die Bewohner verreist sind. Gravierender als der materielle Verlust von Wertsachen sind die psychischen Auswirkungen, wenn man bei der Rückkehr das verwüstete Domizil entdeckt.

Einbrechern ist niemand hilflos ausgeliefert. Eine umfassende Checkliste zur "Urlaubsvorsorge" und viele weitere Tipps rund um den Einbruchschutz gibt es etwa unter www.sicheres-zuhause.info. Hier erfährt man, welche Situationen und Hinweise man vermeiden sollte, durch die Täter auf eine Abwesenheit der Bewohner schließen könnten. Abgerundet wird die Seite mit Wegweisern zu 860 Fachfirmen, die sich im BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. zusammengeschlossen haben, und Informationen zur KfW-Förderung, die es jetzt auch für Maßnahmen der Einbruchsicherung gibt.

Mechanische Sicherung durch Alarmanlage ergänzen

Mechanische Sicherungstechnik an Türen und Fenstern erschwert Einbrechern zwar den Einstieg ins Haus. Haben die Täter aber genügend Zeit - etwa weil die Bewohner im Urlaub sind - können sie diese mechanischen Sicherungen überwinden. Sinnvoll ist deshalb die Installation einer Alarmanlage. Sie bietet ständig und sowohl bei An- als auch Abwesenheit der Hausbewohner Schutz. Jeder Einbruchsversuch wird sofort an eine Notruf- und Serviceleitstelle gemeldet. Durch deren schnelle Reaktion können Täter vertrieben oder auf frischer Tat ertappt werden. Bei der Installation sollte man Wert auf die fachkundige Beratung, Planung und Installation durch eine qualifizierte Fachfirma legen.

Technik und Verhaltensregeln

1. Haus- und Wohnungstüren nicht nur ins Schloss ziehen, sondern abschließen. Auch die Fenster schließen.
2. Rollläden über eine Zeitschaltuhr regelmäßig öffnen und schließen, Lampen an- und ausschalten. Bei längerer Abwesenheit Nachbarn um Briefkasten-Leerung bitten.
3. Herkömmliche Türen und Fenster gegen einbruchhemmende austauschen.
4. Alarmanlagen schrecken ab und helfen, Täter in flagranti zu schnappen.
5. Fachfirmen beraten kostenlos zu Schwachstellen und Schutzmaßnahmen. Adressen gibt es unter www.sicheres-zuhause.info.
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