Damit das Radeln nicht zur Qual wird

Mehr Spaß am Radeln: Wie die richtige Sitzposition und der passende Sattel aussehen sollten, kann man bei spezialisierten Fachhändlern feststellen lassen. (Foto: djd/www.comfort-line.de/thx)

Speziell für Frauen sollte der Sattel richtig angepasst werden, um Beschwerden durch das Radfahren zu vermeiden.

(djd). Radfahrer werden häufig von Beschwerden geplagt, die einem den Spaß gehörig verderben können. Zur Tagesordnung nach längeren Radtouren gehören bei vielen Rücken- und Nackenschmerzen, kribbelnde Hände oder Kniebeschwerden. Mit ganz speziellen Problemen haben oft Frauen zu kämpfen: Taubheit, Wundreiben, eine Blasenentzündung oder Steißprobleme. "Im Gegensatz zum männlichen Becken liegt der Schambeinbogen in der Regel bei Frauen etwa zwei Zentimeter tiefer, das Becken kippt durch die etwas weiter abgerundeten Schambeinkufen nach vorne, das weibliche Steißbein ist zudem beweglicher als das männliche", erklärt Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Häufig genug sei deshalb ein falsch eingestellter Sattel die Ursache der Beschwerden, hier sollte man als erstes ansetzen, damit die Radtour nicht zur Tortur wird.

Gut geformter Sattel sorgt für schmerzfreie Tour

Wie genau die richtige Sitzposition und der passende Sattel aussehen sollten, kann man beispielsweise bei spezialisierten Fachhändlern feststellen. Diese können mit Hilfe eines sogenannten Physiotherameters die Druckbelastung am Sattel messen und die richtige Sitzgeometrie ermitteln und anpassen. Unter www.comfort-line.de gibt es ein bundesweites Verzeichnis der Händler, die diesen Service anbieten. Vor einem Sattelkauf ist eine solche Analyse mittels Satteldruckmessung gerade für Frauen wichtig, um die Positionierung des Beckens sowie die punktuelle Druckbelastung auf dem Fahrradsattel feststellen zu können. Dazu muss das Fahrrad zum Fachhändler mitgenommen werden, da es nicht nur auf den richtigen Sattel ankommt. Auch die Radgeometrie beziehungsweise Höhe und Abstand des Lenkers zum Sattel beeinflussen den Rückenwinkel - und dieser letztlich auch die Beckenstellung.

Sattel passt sich der Physiognomie an

Ein richtig geformter Fahrradsattel passt zum Becken und zur individuellen Sitzhaltung, zur Muskulatur des Rückens und zur unteren Bauchmuskulatur. "Die entsprechende Messtechnik macht exakt sichtbar, wo Druckspitzen auftreten und was jede Veränderung beim Sattel oder der Geometrie des Rades hervorruft - sprich wie sich der Sitzkomfort verbessert", erklärt Martin Schymura, Geschäftsführer des mittelständischen Allgäuer Unternehmens "Hypervital GmbH - Die Sattelkompetenz", das sich unter dem Namen "Comfort Line" der Herstellung von speziellen Sitzlösungen für Fahrrad und Heimtrainer ebenso widmet wie der Beratung der Fahrer hinsichtlich ihrer Sitzposition und der Radgeometrie.
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