Fasching: 26. Owwergrobacher Melkküwwelsitzung

Die muskalische Darbietung von „Lili Marleen“. (Foto: Klaus Kehrwecker)
 
(Foto: Klaus Kehrwecker)

„Flower Power“ war das Motto der 26. Owwergrobacher Melkküwwelsitzung in der Obergrombacher Sporthalle. Neben bunten Kostümen gab es auch ein abwechslungsreiches Faschingsprogramm zu sehen: Tanz, Gesang und Gags am laufenden Band.

Bruchsal-Obergrombach. „Back to the Sixties“ geleiteten die beiden Präsidenten
Rolf Ritter und Gerald Wolf bei der 26. „Melkküwwelsitzung“ in Obergrombach in der ausverkauften TVO-Sporthalle ihr Publikum, von denen viele – dem Motto Flower Power“ entsprechend – als Hippies, Blumenmädchen oder Spät68iger kostümiert waren.

Rolf Ritter und Gerald Wolf sind nicht nur wort-, sondern auch stimmgewaltig, was sie mit gesungener Begrüßung unter Beweis stellten. Einen schwungvollen Gardetanz präsentierte die Präsidentengarde der GroKaGe Bruchsal und verdiente sich damit die erste Rakete des Abends.

Von schönen Frauen und asiatischen Kampfkünstlern

„Wilma Wonderfull“ (Eva Ritter) begab sich teils gesungen, teils mit Worten auf Männersuche und klagte: „Die eine, die keiner mag!“ – trotz der Lobpreisung der eigenen Vorzüge. Die sieben „Fantasie“-Mädchen des TVO vermittelten tänzerisch einen Eindruck des Schulalltags 2017.

In die deutsche Schlagerwelt der 70iger öffnete die MGV-a-capella die Tür: die „Schöne Maid“ fuhr „Im Wagen vor mir“ bis zum „Zug nach Nirgendwo“. Die Mädchen der TVO-Truppe „New Generation präsentierten einen gelungen Mix aus Cheerleader-Dancing, Gymnastik, Aerobic und Hebefiguren.

In den Fernen Osten waren die aktiven Turner des TVO gereist, um sich in asiatischen Kampfarten unterweisen zu lassen. Als Shaolin-Mönche zeigten sie verschiedene Vorführungen, wobei beim Anblick der durchtrainierten Männerkörper bestimmt so manches weibliche Herz in höherer Frequenz schlug. Ein Teil des Auftritts erzielte eine besondere Note durch den Einsatz von Schwarzlicht.

Applaus für musikalische Darbietungen

Beim „One-Hit-Wonder“ des MVO nahmen ein Dutzend Mitstreiter an Biertischen Platz, bewaffnet mit Plastikbechern. Mit abwechselndem, rhythmischem Händeklatschen und Klopfen mit den Bechern begleiteten sie ihre
Sängerin Simone Hingst zu „Miss me“ und „Nimm den goldenen Ring von mir“.
In eine Spitzenposition ist der Auftritt von „Dieglinde“ (Alex Morlock) und „Heinz-
Wernerle“ (Sven Schönherr) als „Dreikäsehochs in der 3.Klasse“ anzusiedeln.
So wurde der Elferrat als „Letztes Abendmahl im 16:9 Format“ tituliert und der Begriff „U-Boot-Christen“ erklärt: „Das sind die, die einmal pro Jahr in die Kirche gehen- an Weihnachten!“

In Ganz-Körper-Trikots waren die „Bad Dancers“ des FCO bei ihrem Auftritt gekleidet. Die „Krass-Brass-Band“ des MVO rief musikalisch die „Swinging Sixties“ in Erinnerung. Das „Schwalbenschwanz-Sextett“ des TVO spielt als Auftrittsformation in einer besonderen Liga. Ob bei der „Fleischeslust“, „Ich liebe Galama“ oder „I heb‘ d’Maschin‘ scho’putzt“ – der Applaus war den sechs Herren sicher.

Guggemusik zum Finale

Einen weiteren Tanz steuerten die FCO-„Impuls“-Damen bei. Dann begab sich der FCO auf „Zeitreise“: eine Zeitmaschine hielt 1997-1936-1983-1968 und 2017. Das närrische Publikum wurde per Nachrichtensendung über das Wichtigste der einzelnen Stopps informiert und auch das passende musikalische Beiprogramm von „Lili Marleen“ über Falco’s „Kommissar“ bis hin zu Carpendals „Ich sag‘ nur Hallo again“ kam nicht zu kurz.

Die Obergrombacher Guggenmusik der „Nashörner“ schlossen mit flotten Rhythmen das offizielle „Melkküwwel“Programm, ehe die Präsidenten Ritter und Wolf die Mitwirkenden zum traditionellen „Hey Grobach“ auf die Bühne riefen.
Die „Melkküwwel“-Sitzung 2017 erfüllte alle Erwartungen und riss das Publikum mit.

Text: Klaus Kehrwecker
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