SSC Karlsruhe und TV Bretten: neue Wettkampfgemeinschaft in Rhythmischer Sportgymnastik

Die Gymnastinnen beider Vereine zusammen beim ersten öffentlichen Auftritt bei der Sportgala des Turngaus im Oktober im Karlsruher Staatstheater. (Foto: SSC-RSG)
 
Die Rhythmischen Sportgymnastinnen aus Bretten und Karlsruhe beim gemeinsamen Training. (Foto: SSC-RSG)
Karlsruhe: SSC Karlsruhe |

(hs) Die SSC-Sportgymnastinnen sind eine Kooperation mit dem TV Bretten eingegangen. Sie starten künftig bei Wettkämpfen unter der Bezeichnung WG (Wettkampfgemeinschaft) SSC Karlsruhe / TV Bretten.

Eva Zimmermann, bei den Sportgymnastinnen des SSC Karlsruhe verantwortlich für die WG, erklärt, wie der zu dieser Kooperation im Bereich der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) kam: „Vor etwa 1,5 Jahren haben wir uns das erste Mal mit der Frage beschäftigt, welche Schritte notwendig sind, um unsere RSG-Abteilung sportlich weiterzuentwickeln. Schnell wurde klar: wir müssen uns personell verstärken – vor allem auch im aktiven Bereich. In der RSG ist es üblich, dass Gymnastinnen nicht viel länger als bis 18 Jahre aktiv turnen. Für die Gruppen braucht es jedoch immer mindestens fünf Gymnastinnen einer Altersklasse. Als es zunehmend schwieriger wurde, diese Gruppen zusammenzustellen, war klar, dass wir hier Handlungsbedarf haben.“

Gute Erfahrungen mit früherer Kooperation

Der SSC habe bereits vor vielen Jahren eine ähnliche Kooperation mit dem TV Bretten gehabt, so Zimmermann auf die Frage, warum man sich gerade für den TV Bretten entschieden habe. „Die guten Beziehungen von damals sind erhalten geblieben – sowohl zwischen den Trainerinnen als auch zwischen unseren Gymnastinnen. Deshalb war ganz klar: wenn wir mit einem Verein eine solche Kooperation eingehen, ist der TV Bretten die erste Wahl! Wir freuen uns sehr, dass das nun so reibungslos geklappt hat und wir verstärkt in die nächste Saison starten können.“

Unterschrift im Herbst

Bereits während der letzten Saison gab es immer wieder Gespräche mit den Trainern und Verantwortlichen aus Bretten und man war sich schnell einig, dass eine Kooperation mehr als sinnvoll ist und man gerne schon nächste Saison zusammenarbeiten will. „Nachdem das klar war, ging es in den Sommerferien darum, in einer Vereinbarung alles festzuhalten, was die Kooperation ausmacht“, berichtet Eva Zimmermann. Wer trainiert welche Gruppen? Wann findet das Training in Karlsruhe, wann in Bretten statt? Wie werden beispielsweise Meldegelder verrechnet? Wer stellt Gruppenanzüge? Wer die Geräte? - all dies galt es im Vorfeld festzulegen, bevor man dann im Herbst die gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterschreiben konnte.

Kooperation gilt nur für Gruppen

„Das heißt, ab 2017 nehmen unsere Gruppen unter dem Namen „Wettkampfgemeinschaft SSC Karlsruhe – TV Bretten“ an nationalen Wettkämpfen teil. Diese Regelung gilt jedoch nur für die Gruppen - im Einzel starten unsere Gymnastinnen weiterhin ausschließlich für den SSC Karlsruhe“, fasst Zimmermann die neue Situation zusammen. Die Kooperation gilt für alle Gruppen ab der Schülerwettkampfklasse – die Kinderklassen bleiben davon unberührt.

Effektiveres Training

Man verspreche sich beim SSC in erster Linie natürlich den sportlichen Erfolg. „Die Gruppe des TV Bretten wurde im vergangenen Jahr Deutscher Vizemeister, so dass wir durch die neu dazugekommenen Gymnastinnen auch unsere Gruppen verstärken können. Außerdem ist das Training für alle Gymnastinnen gemeinsam nun noch effektiver – nicht zuletzt durch die neu dazugekommen Trainerinnen“, sagt Eva Zimmermann.

Geben und Nehmen

Für die Sportlerinnen und Trainer hat sich schon jetzt einiges geändert: Das Gruppentraining wurde komplett zusammengelegt, das heißt, die SSC-Mädchen trainieren jetzt zum Teil in Bretten, dafür trainieren Gymnastinnen aus Bretten nun auch im Sport 21. „Es ist ein Geben und Nehmen, bei dem jeder gefragt ist – Trainer, Gymnastinnen aber auch deren Eltern. Es war uns aber wichtig, dass auch unsere Gymnastinnen zu 100 Prozent hinter der Entscheidung stehen und sie mittragen, da es für sie auch einige Veränderungen mit sich bringt“, so die SSC-Verantwortliche.

Hoffnung auf "große Sprünge"

Auch Stefan Ratzel, SSC-Geschäftsführer und Sportreferent, blickt ob der neuen Kooperation positiv in die Zukunft: „Wir hoffen natürlich, dass diese Kooperation mehr ist als eins plus eins und uns qualitativ richtig große Sprünge machen lässt. Wir wollen unseren Nachwuchssportlerinnen mehr und bessere Bedingungen für ihren Sport bieten. Die Zusammenarbeit mit dem TV Bretten wird laufen. Sehr viele Beteiligte kennen sich seit Jahren.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.