Hesse-Wanderung von Sternenfels nach Kürnbach ein voller Erfolg

Wanderführer Klaus Hack zeigt die Landschaft vom Auggenberg, Sternenfels. (Foto: privat)

Bei idealem Wanderwetter sind über 70 Ausflügler, unter ihnen auch der Kürnbacher Bürgermeister Armin Ebhardt, der Einladung der Ortsgruppen Maulbronn und Sternenfels des Schwäbischen Albvereins zu einer literarischen Wanderung gefolgt.

Sternenfels/Kürnbach (kgn) Eine besondere Wanderung haben 70 Ausflügler, unter ihnen auch der Kürnbacher Bürgermeister Armin Ebhardt, auf Einladung der Ortsgruppen Maulbronn und Sternenfels des Schwäbischen Albvereins unternommen. Bei idealem Wetter wanderten sie, unter Leitung von Roland Evers, ein Stück auf dem Fluchtweg Hermann Hesses von Sternenfels nach Kürnbach. Am 7.März 1892 verließ Hesse das Seminar Maulbronn und wanderte ziellos in der Gegend umher. Er verbrachte die Nacht bei sieben Grad auf in einem Strohhaufen auf dem freien Feld in der Nähe von Kürnbach.

Bruch mit der Familientradition

Hesse-Kenner Evers betonte, dass dieses unerlaubte Verschwinden den Bruch mit der Familientradition bedeutete, in der die Laufbahn des Theologen schon mit der Geburt festgelegt war. Die Flucht aus dem Seminar bildete auch den Auftakt des lebenslangen Widerstands von Hesse gegen jede Form von Fremdbestimmung. Während der Wanderung trug Evers noch drei Gedichte vor und erzählte von Hesses Aufenthalt im Seminar, den Folgen der Flucht und von Hesses Werdegang zum Dichter. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Sternenfels, Reinhold Roller, erläuterte zudem die Sternenfelser Ortsgeschichte und Wanderführer Klaus Hack zeigt die Landschaft vom Auggenberg.
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