Flüchtlingssituation in Neulingen: „Sind am Ende der Entwicklung angekommen.”

Dem Neulinger Bürgermeister Michael Schmidt (rechts) macht die Flüchtlingssituation in seiner Gemeinde Sorgen.

Wenn Michael Schmidt, Bürgermeister von Neulingen, über die Flüchtlingsthematik in seiner Gemeinde spricht, dann macht er dies mit zunehmenden Sorgenfalten.

Neulingen (swiz) Wenn Michael Schmidt, Bürgermeister von Neulingen, über die Flüchtlingsthematik in seiner Gemeinde spricht, dann macht er dies mit zunehmenden Sorgenfalten. Neulingen sei bei der Aufnahme von Flüchtlingen gegenüber dem Enzkreis immer sehr freundlich und offen gewesen. Aber irgendwann wisse auch er nicht mehr weiter. Für Schmidt liegt das Problem dabei nicht bei den Flüchtlingen, die bisher in der Gemeinde eine neue oder vorübergehende Heimat gefunden haben. Das waren zu Spitzenzeiten immerhin 220 Personen, inzwischen ist man noch bei 60 Menschen, 40 weitere sollen in diesem Jahr noch folgen. Diese Zahlen kann man in Neulingen aber bewältigen. „60 Menschen haben wir derzeit in kommunalen Wohnungen untergebracht. Für die restlichen 40 haben wir noch etwas in petto”, so Schmidt.

Allein reisende Männer als Problem?

Das Problem ist für den Neulinger Bürgermeister eine andere Zahl. So sollen in den nächsten Jahren vor allem allein reisende Männer aus Afrika in den Enzkreis und damit auch in seine Gemeinden kommen. Laut Schmidt könnten dabei allein auf Neulingen 20 Ankömmlinge pro Jahr zukommen. „Diese Belastung könnten wir dann nicht mehr schultern.” Das Problem sei, erklärt Schmidt, dass man die Männer, anders als Flüchtlings-Familien, nicht zu mehreren gemeinsam in einer Wohnung unterbringen könne. Und neuen Wohnraum schaffen, sei eigentlich auch nicht möglich.

Kaum noch seriöse Angebote bei Wohnungen

„In diesem Bereich sind wir am Ende der Entwicklung angekommen.” Denn auch die Bereitschaft, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sei bei der Bevölkerung nicht mehr sehr groß. „Wir haben jede nutzbare freie Wohnung angemietet, die wir bekommen haben”, betont Schmidt. Inzwischen bekomme man aber kaum noch seriöse Angebote.
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