Dehoim in Oberderdingen: Bürgermeister Thomas Nowitzki über Heimatgefühl

Thomas Nowitzki, Bürgermeister von Oberderdingen (Foto: Gemeinde Oberderdingen)
Oberderdingen: Gemeinde |

Global und zugleich ortsverbunden

Herr Nowitzki, was bedeutet Heimat in einer Gemeinde wie Oberderdingen?
Heimat ist für mich ein Gefühl der Verbundenheit mit Ort und Landschaft, vor allem auch mit den Menschen, die hier leben.

Wie schafft man es, dass sich sowohl die Alteingesessenen als auch die Zugewanderten „dehoim“ fühlen?
Ob sich jemand „dehoim“ fühlt, ist meiner Meinung nach sehr subjektiv. Je mehr sich Menschen wohl fühlen, umso eher wird so empfunden. Oberderdingen mit Flehingen und Großvillars ist ein aktives Gemeinwesen mit bester Infrastruktur und einer tollen Landschaft!

Lassen sich Ihrer Meinung nach Heimatliebe und Weltoffenheit vereinbaren?
In unserer Zeit denken Menschen global und ortsverbunden. Sie sprechen Englisch und Dialekt. Heimatliebe und Weltoffenheit lassen sich vereinbaren.

Was macht die Menschen hier liebenswert?
Im Kraichgau sind die Menschen bodenständig, fleißig und freundlich. Wo Wein wächst, lässt sich gut leben – „alles zum Leben“ heißt es nicht umsonst in und für Oberderdingen.

Welche Bräuche in Oberderdingen und seinen Ortsteilen tragen zur Festigung des Heimatgefühls bei?
Ob es Bräuche sind, weiß ich nicht. Wichtig in Oberderdingen ist natürlich Lichtmess. Zur Festigung des Gefühls hier zuhause zu sein, zählen eher Familie, Freunde und Erinnerungen sowie besondere Objekte wie der Amthof, das Schloss oder die Waldensersiedlung.

Woran machen sie persönlich Ihr Heimatgefühl fest?
Ich bin in der Region aufgewachsen und lebe sehr gerne hier. Familie, Freunde und ganz viele liebenswerte Menschen bereichern das Leben. Dazu eine tolle Landschaft in einer Gemeinde zum Wohlfühlen.

Fällt Ihnen noch ein origineller Spruch in Derdinger Mundart ein?
Mir gefällt ein Vers von Harald Hurst, der schon oft auch in Oberderdingen war. Harald stellt zum Thema Heimat folgendes fest:

„Heimat isch dort,
wo ai’m Leut
so gut verstehn,
dass mer manchmol
scho beim schwätze merkt,
‚s wär besser g’wese,
mer hätt’s Maul g’halte.“

(Die Fragen stellte Chris Heinemann)

Wenn Sie mehr zum Thema lesen möchten, klicken Sie einfach auf unsere Themenseite: Dehoim in Oberderdingen
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