Dehoim in Ölbronn-Dürrn: Das Ländle im Kleinformat

Das Dürrner Rathaus (links) ist eines von mehreren gut erhaltenen Fachwerkhäusern im Teilort Dürrn. Foto: ch
Ölbronn-Dürrn: Gemeinde |

(ch) Man nennt sie „das Ländle im Kleinformat“. Denn wie zuvor Baden und Württemberg auf Länderebene, so haben sich am 1. Juli 1974 auch im Lokalen die ehemals badische Gemeinde Dürrn und ihre württembergische Nachbarin Ölbronn zur heutigen Doppelkommune Ölbronn-Dürrn vereinigt.

Die Verbindung hält nun schon fast 40 Jahre. Dabei haben sich beide Ortsteile bis heute vielfach ihre besonderen Eigenheiten bewahrt. Was, wie man aus langjährigen Ehen weiß, oft das „Salz in der Suppe“ einer guten Beziehung ausmacht.

Das Verbindende fällt sofort ins Auge

Sowohl das von der Einwohnerzahl her etwas größere Dürrn, als auch Ölbronn zieren eine stattliche Anzahl gut erhaltener Fachwerkhäuser. Beide Orte sind ursprünglich Straßendörfer, in Ölbronn ist noch der breite, ehemalige Straßenanger erkennbar.

Keltische Grabhügel und römischer Stein

Während die erste urkundliche Erwähnung Ölbronns als Elebrunnen im Jahr 1244 feststeht, wird die von Dürrn aus gleicher Zeit neuerdings hinterfragt. Dass in der Gegend schon sehr viel länger Menschen gewohnt haben müssen, zeigen die keltischen Grabhügel im Dürrner Mühlau-Wald und der heute in einer Replik vor dem Dürrner Rathaus zu besichtigende römische Herkules-Stein.

Dürrner Baudenkmäler

Nach Aufhebung des Klosters Maulbronn, das während des Mittelalters die Oberhoheit über beide Flecken besaß, lebte man sich seit Beginn des 16. Jahrhunderts auseinander. Ölbronn wurde komplett vom Herzogtum Württemberg vereinnahmt. Das ursprünglich zur Kieselbronner Gemarkung gehörende Dürrn war hingegen zeitweilig unter vier Grundherren aufgeteilt, bis sich 1730 die badische Herrschaft durchsetzte. Davon zeugt noch heute das damals errichtete stattliche Dürrner Fachwerk-Rathaus. Gegenüber erinnert die etwas klobig wirkende, denkmalgeschützte evangelische Kirche daran, dass die Menschen beider Orte immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht wurden. In den als „Gaden“ bezeichneten Schutzräumen der ehemaligen Wehrkirche brachten sie auch ihre Habe in Sicherheit.

Ölbronner Persönlichkeiten

Was Dürrn an Baudenkmälern vorzuweisen hat, kann Ölbronn an bekannten Persönlichkeiten aufbieten. Zu ihnen zählen der Wirtschaftsförderer und Politiker Ferdinand von Steinbeis, der mit einer Gedächtnisstätte im Ölbronner Rathaus geehrte Kammersänger Gottlob Frick sowie der 2016 verstorbene Manfred Durban, besser bekannt als Gründungsmitglied der Schlagerband „Die Flippers“.


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