Toter Säugling in Altkleidersack: Polizei ermittelt Mutter

Mannheim (dpa/lsw) Im Fall des Mitte April tot in einem Altkleidersack in Schifferstadt entdeckten Säuglings hat die Polizei nach intensiven Ermittlungen die Mutter ausfindig gemacht. Die 19-Jährige sei vor wenigen Tagen in ihrer Wohnung in Sinsheim aufgesucht worden, teilte die Polizei in Mannheim am Donnerstag mit. Nach dem Gespräch wurde die Frau zwecks Behandlung in eine psychiatrische Klinik gebracht, wo sie sich derzeit befinde, hieß es. Der Polizei zufolge laufen weitere Ermittlungen über die genauen Umstände der Geburt und des Todes des Kindes.

Mitarbeiter einer Spedition hatten Leiche entdeckt

Zwei Mitarbeiter einer Spedition hatten die Babyleiche am 15. April in einem Altkleidersack gefunden. Der Säugling war den Ermittlungen zufolge lebend zur Welt gekommen. Im Rahmen des Polizeieinsatzes sei der Geburtsort des Kindes nahe Sinsheim lokalisiert worden, sagte ein Behördensprecher. Dort seien auch Beweismittel beschlagnahmt wurden.

Mutter durch DNA identifiziert

Die Mutter war den Angaben zufolge durch die DNA des toten Säuglings identifiziert worden. An den Ermittlungen waren demnach auch die Kripo Heidelberg und das Kriminaltechnische Institut des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg beteiligt. Nach dem Fund hatten die Ermittler Fotos von zwei auffällig gemusterten Handtüchern veröffentlicht, in die das Baby gewickelt war. Die Polizei erhoffte sich davon Zeugenhinweise.

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