Diefenbacher Gemeinderechnung von 1780/81 erstrahlt in neuem Glanz

Freuen sich über eine gelungene Restaurierung: Kreisarchivleiter Konstantin Huber (rechts) übergibt den Rechnungsband dem Sternenfelser Bürgermeister Werner Weber. (Foto: enz)

„Fast wie neu“ – das ist der erste Eindruck vom historischen Rechnungsband aus dem Gemeindearchiv Diefenbach, den Kreisarchivleiter Konstantin Huber dem Sternenfelser Bürgermeister Werner Weber nach erfolgter Restaurierung zurückgab.

Sternenfels (enz) „Fast wie neu“ – das ist der erste Eindruck vom historischen Rechnungsband aus dem Gemeindearchiv Diefenbach, den Kreisarchivleiter Konstantin Huber dem Sternenfelser Bürgermeister Werner Weber nach erfolgter Restaurierung zurückgab. Die historische Archivalie trägt den barock-ausführlichen Titel „Dieffenbach Burgermeister Rechnung, Mein, Johannes Schauflers, des Raths, als dermalig verordneten Amts-Burgermeisters dahier, besagend was ich Gemeinen Flekens wegen Eingenommen und dargegen wiederum Außgegeben habe, Von Georgii 1780 biss dahin 1781“. Sie enthält demnach alle Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde vom Tag des Heiligen Georg (23. April) 1780 bis ins Folgejahr. Bürgermeister Werner Weber staunte nicht wenig, dass dies alles auf 176 Blatt Platz hatte.

Originalcharakter möglichst erhalten

Der Band stand einst vermutlich im Dachgeschoss des Diefenbacher Rathauses. Zwischen den Ziegeln hindurch war daher mit ziemlicher Sicherheit Regenwasser durch das Dach und in den Band eingedrungen. Schimmelbefall war die Folge, wodurch teilweise das historische Papier zerbröselte. Ein kleiner Teil der Schrift war nicht mehr zu retten. Den Rest restaurierte Buchbindemeisterin und Restauratorin Caroline Gerken aus Freiburg, mit dem das Kreisarchiv seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Es gelang ihr, das schöne Einbandpapier zu lösen und im Original wieder auf die neu gefertigten Buchdeckel aufzuziehen. Denn ein Grundsatz jeder fachgerechten Papierrestauration ist es, nur die absolut unbrauchbaren Teile zu ersetzen, alles noch Verwendbare und damit den Originalcharakter aber möglichst zu erhalten.
Und Caroline Gerken darf sich freuen: Bürgermeister Werner Weber gab grünes Licht für die Restaurierung weiterer beschädigter Bände aus den Archiven beider Ortsteile, um das „Gedächtnis“ der Gemeinde zu sichern und auf Dauer zu erhalten.
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