Enkeltrickbetrüger auch in Bretten aktiv

Enkeltrickbetrüger waren am Mittwoch, 19. September, wieder in Bretten aktiv. Der Versuch lief allerdings ins Leere. Nicht so in Karlsruhe-Durlach, wo ein Betrüger 32.000 Euro von einem Senior erbeutete. (Foto: Pixabay, BlaulichtreportDE)

Enkeltrickbetrüger waren am Mittwoch, 19. September, wieder in Bretten aktiv. Der Versuch lief allerdings ins Leere. Nicht so in Karlsruhe-Durlach, wo ein Betrüger 32.000 Euro von einem Senior erbeutete.

Bretten/Karlsruhe-Durlach (kn) Ein Enkeltrickbetrüger war am Mittwoch, 19. September, wieder in Bretten aktiv. Der Versuch lief allerdings ins Leere. Der Unbekannte hatte gegen 21.10 Uhr bei einer 57-jährigen Frau angerufen und sich als angeblicher Polizeibeamter Martin Stein ausgegeben. Er teilte der Frau mit, man habe Trickbetrüger festgenommen und eine Liste gefunden, auf der auch der Name der 57-Jährigen stehe.

Frau entgeht Betrugsmasche

Im Anschluss wollte der Unbekannte wissen, ob in letzter Zeit Handwerker im Haus gewesen seien. Obwohl dies tatsächlich zutraf, kam der Frau die Angelegenheit suspekt vor und sie ließ sich eine Rückrufnummer geben. Bei weiteren Recherchen im Internet und bei einem Telefonat mit ihrer Tochter wurde sie letztlich auf die Betrugsmasche aufmerksam und blieb damit vor weiterem Schaden verschont. Anschließend erstattete sie Anzeige bei der Polizei

"Neffe Friedrich" am Telefon

Nicht annährend so glimpflich ging ein ähnlicher Fall im Karlsruher Stadtteil Durlach aus. Dort erhielt ein 73-Jähriger am Mittwoch ebenfalls einen Anruf von einem unbekannten Mann. Dem Anrufer gelang es durch geschickte Gesprächsführung glaubhaft zu machen, er sei der Neffe Friedrich. Er teilte zudem mit, aktuell in Stuttgart bei einem Notar zu sitzen, wo er eine gute Finanzanlage gezeichnet habe. Um das Geschäft abschließen zu können, sei eine Anzahlung von 20 Prozent, also 40.000 Euro erforderlich. Der Angerufene stellte in Aussicht, dem mutmaßlichen Neffen mit 32.000 Euro aushelfen zu können. Diesen Geldbetrag hätte er auf seinem Tagesgeldkonto kurzfristig verfügbar. Vom "Neffen" wurde daraufhin zugesichert, das Geld am selben Tag wieder zurück zu überweisen. In einer Bankfiliale in der Karlsruher Innenstadt hob der Senior den Betrag von seinem Konto ab. Nachdem er wieder zu Hause angekommen war, gingen zahlreiche weitere Anrufe ein. Der angebliche Neffe, teilte in einem dieser Telefonate mit, dass er aufgrund diverser Probleme nun doch nicht selbst kommen könne. Stattdessen kündigte er einen Mitarbeiter des Notariats an, angeblich einen Herrn Jacobi.

Beschreibung des Täters

Schließlich erschien ein etwa 40-jähriger Mann am Wohnhaus des Opfers und nahm gegen Quittung den Geldbetrag entgegen. Der Abholer entfernte sich in unbekannte Richtung. Erst später durchschaute der Senior den Betrug. Den Geldabholer beschreibt der 73-Jährige als etwa 40 Jahre alt und 1,80 Meter groß. Er hat eine normale Statur, schwarzes dichtes Haar, keine Brille und keinen sichtbaren Körperschmuck. Bekleidet war er mit einer dunklen Hose und einem hellem Pullover, unter welchem er ein Hemd trug. Ferner führte der Mann eine Umhängetasche mit. Sachdienliche Hinweise nimmt zu beiden Fällen der Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter 0721/666-5555 entgegen.

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