Russland will Bibel für „extremistisch“ erklären

Das Tetragrammaton - Die hebräischen Buchstaben von rechts nach links gelesen haben die deutsche Entsprechung: J H W H -  Die bekannte Aussprache ist Jehova.
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Am 09. August 2017 wurde vor dem Ortsgericht von Wyborg die Verhandlung darüber fortgesetzt, ob die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift in Russisch (herausgegeben von Jehovas Zeugen) als „extremistisch“ einzustufen ist.

Die Fortsetzung der Verhandlung ist auf den 16. August 2017 festgesetzt.

Der Fall wurde im April 2016 vertagt, nachdem der Richter der Forderung der Leningrad-Finjlandskij-Staatsanwaltschaft für Verkehrswesen stattgegeben hatte, ein „Sachverständigengutachten“ einzuholen, um die Neue-Welt-Übersetzung für „extremistisch“ zu erklären.

Das Gutachten wurde nach mehreren Verzögerungen schließlich fertiggestellt und dem Gericht am 22. Juni 2017 vorgelegt. Wie von Jehovas Zeugen erwartet, bestätigte das Gutachten die Einstufung dieser Bibel als „extremistische“ Veröffentlichung. Nach Ansicht der Gutachter ist die Neue-Welt-Übersetzung „keine Bibel“. Damit versucht man allerdings das Gesetz zur Bekämpfung extremistischer Aktivitäten zu umgehen; dieses Gesetz verbietet es nämlich, heilige Schriften wie die Bibel für extremistisch zu erklären. Außerdem stützt sich das Sachverständigengutachten auf theologische Überlegungen. Die Autoren haben Einwände gegen die Wiedergabe des Tetragrammatons * mit „Jehova“ in der Neuen-Welt-Übersetzung und behaupten fälschlicherweise, der Text sei verändert worden, um ihn der Glaubenslehre von Jehovas Zeugen anzupassen.

Der Name Gottes nur als künstlerisches Element?

„Der Name Gottes war für mich nie ein Thema“, so Dietmar Held aus Bretten. „Erst als ich durch ein systematisches Bibelstudium die Bedeutung des Namens erfuhr, wurde mir bewusst, wie wichtig diese Erkenntnis ist. In Römer Kapitel 10 finden man den deutlichen Hinweis auf den Zusammenhang zwischen dem richtigen Gebrauch des Gottesnamens und der eigenen persönlichen Zukunft (Verse 13 bis 15). Warum also wurde der Name unseres Schöpfers und Himmlischen Vaters in manchen Bibelübersetzungen belassen, in anderen nur im Vorwort und Fußnoten vermerkt, und bei wieder anderen Ausgaben komplett gestrichen? Was Jesus Christus wohl dazu sagt? (Matth. 6:9; Joh. 17:6,11,12,26)

Bei einem Ausflug nach Heidelberg habe ich dann mit Verwunderung festgestellt, dass sogar an einem Hotel der Name Gottes ausgeschrieben als JEHOVA verwendet wurde. An der Fassade vom Hotel Ritter findet man den ersten Teil vom Vers 1 aus Psalm 127 in lateinischer Version. Und in der Kreuzkirche in Bretten sind die vier Buchstaben, die für den Namen Gottes stehen, in hebräischen Buchstaben an der Decke zu sehen.

Ich hoffe wirklich sehr, dass den Menschen in Russland nicht per Gesetzt das Lesen einer so kostbaren Bibelübersetzung (Neue-Welt-Übersetzung) verboten wird.“

Die allgemeine Lage der Zeugen in Russland 

Die allgemeine Lage der Zeugen in Russland wurde von Kate M. Byrnes, kommissarische Leiterin der US-Delegation der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wie folgt kommentiert: „Wir sind sehr beunruhigt über das Urteil des Obersten Gerichts vom 17. Juli, mit dem das Verbot der Aktivitäten von Jehovas Zeugen und die Auflösung ihrer Zentrale in Russland sowie der 395 örtlichen religiösen Rechtskörperschaften wegen angeblicher „extremistischer Betätigung“ aufrechterhalten wird. Es ist abscheulich, dass die über 175 000 Zeugen Jehovas in Russland nun mit Strafverfolgung rechnen müssen, nur weil sie ihre Religion ausüben. Die zunehmende Anwendung des Rechts bezüglich „Extremismus“, die zu Unrecht auf Mitglieder friedlicher religiöser Minderheiten in Russland abzielt, ist besorgniserregend.“

Verlängerung der Untersuchungshaft von Dennis Christensen

Am 20. Juli 2017 verlängerte das Sowjetskij-Bezirksgericht von Orjol die Untersuchungshaft von Dennis Christensen bis zum 23. November 2017. Herr Christensen, dänischer Staatsbürger und Zeuge Jehovas, wurde am 25. Mai bei einem Gottesdienst in Orjol festgenommen, als Beamte des Inlandsgeheimdienstes (FSB) mit maskierten und bewaffneten Polizeibeamten eine friedliche religiöse Zusammenkunft stürmten.

Quelle: JW.ORG Presse; Video "Hat Gott einen Namen?"

Autor:

Jehovas Zeugen aus Bretten

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