„Welche Zukunft hat die Religion?“ - Vortrag in der Besuchswoche mit Roland Förster

Sahira und Roland Förster
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Der Hass auf Religionen nimmt immer mehr zu. Da besonders religiöse Differenzen oft der Grund für Kriege und Massaker sind, wünschen sich viele Menschen eine Welt ganz ohne Religionen. Ist das die Lösung für eine friedliche Welt? Der Herausforderung, diese und damit verbundene Fragen zu klären, hat sich Roland Förster gestellt.

Aus dem Bibelbuch Offenbarung ist zu erkennen, dass die Zukunft der Religion nicht in Menschenhand, sondern in der Hand Gottes liegt. Bei differenzierter Betrachtung kann man feststellen, dass von Menschen, die sich von biblischen Grundsätzen leiten lassen, keine Aggressionen ausgehen. Sie suchen und fördern den Frieden, nicht nur, indem sie sich nicht an Kriegen beteiligen, sondern auch durch Anstrengungen im ganz persönlichen Umfeld. Daraus ergibt sich eine weltumspannende einzigartige Einheit über alle Nationalitäten hinweg.

Diese Einheit haben Roland Förster und seine Frau Sahira bei zahlreichen Gelegenheiten selbst erlebt und gefördert. Sechs Tage lang haben sie zusammen mit ihren Glaubensbrüdern der Versammlung Bretten die sogenannte Dienstwoche durchgeführt. Neben Ansprachen und Besprechungen im Königreichssaal in Bretten und in Sulzfeld war der Predigtdienst von Haus-zu-Haus im Vordergrund. Dabei gab es viele interessante Gespräche und Erfahrungen mit den Nachbarn hier in Bretten und in der Umgebung. Im Anschluss werden Roland und Sahira Förster die Versammlung Sulzfeld besuchen.

Jürgen Lorenz befasste sich beim Bibelstudium mit dem aktuellen Wachtturmartikel.

Aus Kol 3:9 „Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab“ ergeben sich einprägsame Veranschaulichungen. Die Beteiligung der Anwesenden war dementsprechend lebendig.

Gemäß der Bibelpassage aus dem Brief an die Kolosser (Kap. 3 Vers 8 bis 13) ist eine Sinnesänderung mit den Worten beschrieben: „Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab“ womit Zorn und Wut sowie Lügen angesprochen sind. Diese zerstören die Einheit und den Frieden unter Menschen. Wohingegen Liebe ein vollkommenes Band der Einheit ist. Innige Zuneigung und bereitwilliges Vergeben oder Versöhnlichkeit vereinen Menschen - unabhängig von der Hautfarbe oder ihrer Herkunft.

Diese neue Persönlichkeit veranlasst Menschen, ob jung oder alt, mutig und standhaft zu bleiben, auch wenn das eigene Leben bedroht ist. Diese beispielhafte Haltung fällt auf.

Der Autor Anton Gill schrieb: „Die Nationalsozialisten [waren] Jehovas Zeugen gegenüber besonders feindlich eingestellt. . . . 1939 befanden sich 6 000 von ihnen im KZ.“ Wie er weiter ausführt, blieben sie trotz der erbitterten Verfolgung standhaft und bewiesen „Zuverlässigkeit und Gefasstheit“ sowie „Integrität und Solidarität“.

In Bretten lebte ein Junge, der mit 10 Jahren aufgrund seiner Weigerung sich bei der Hitlerjugend einschreiben zu lassen, seinen Eltern weggenommen wurde und in ein Heim für schwer erziehbare Kinder deportiert wurde.

Im Urteil des Amtsgerichts Bretten vom 30. Mai 1939 heißt es: „Durch Eintritt der Kinder (der Junge und seine ältere Schwester) in die Hitlerjungend hätte in gewissem Sinn ein Gegengewicht geschaffen werden können…. Unterm 27.8.1938 hat das Gericht Schutzaufsicht angeordnet, weil es in Übereinstimmung mit den gehörten Stellen der Ansicht war, dass die Kinder durch eine richtige Belehrung seitens eines Helfers den nationalsozialistischen Jugendorganisationen zugeführt werden könnten. Diese Annahme hat sich indessen als irrig erwiesen. Die Bemühungen des Helfers hatten keinen Erfolg. Die Kinder selbst lehnen es ab, sich zum BDM. bezw. Jungvolk anmelden zu lassen. Die Eltern haben angeblich nichts gegen den Eintritt, sehen es aber nicht gern. Einen Zwang wollen sie nicht ausüben, weil dies den Gesetzen Jehovas widerspreche.“ Weiter: „Es ist im vorliegenden Fall offenkundig, dass die Eltern jegliche nationalsozialistische Erziehung ihrer Kinder unterlassen, zumal sie die Weltanschauung des dritten Reichs ablehnen. Es genügt keineswegs, wenn sie die Kinder sauber halten und in einem allgemeinen Sinn gut erziehen. Einer Erziehung, die, von der Nation losgelöst, einem wirklichkeitsfremden Fatalismus huldigt….vernichtet.. das Gefühl der schicksalhaften Zusammengehörigkeit aller Deutschen zur Erkämpfung der Lebensrechte der Nation…und macht den einzelnen Volksgenossen statt zu einem Kämpfer zu einem energielosen, für die Volksgemeinschaft unbrauchbaren Träumer“.

Quellen und weitere Artikel zum Thema
<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/wachtturm-studienausgabe-august-2017/alte-persoenlichkeit-ablegen-und-nicht-wieder-anziehen/">Studienartikel</a>
<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/wachtturm-studienausgabe-august-2017/ausharren-unter-pruefungen/">VON FRAU UND KINDERN GETRENNT</a>
<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.jw.org/de/aktuelle-meldungen/#newsAlerts">Pressemitteilungen auf jw.org</a>

Autor:

Jehovas Zeugen aus Bretten

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