Festspielhaus Baden-Baden: Und diesmal Mahler

Wann? 20.05.2018 18:00 Uhr

Wo? Und diesmal Mahler, Beim Alten Bahnhof 2, 76530 Baden-Baden DE
(Foto: Pixabay, Unsplash)
Baden-Baden: Und diesmal Mahler | Baden-Baden (jl) Und diesmal Mahler: Am Pfingstsonntag spielt das Budapest Festival Orchester unter Iván Fischer die „Auferstehungssinfonie“. Für das Konzert am Pfingstsonntag, 20. Mai, 18 Uhr, hat der ungarische Dirigent Iván Fischer die wohl beliebteste Sinfonie von Gustav Mahler, die „Auferstehungssinfonie“ gewählt. Unter Iván Fischer, der gerade bei den Osterfestspielen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, spielt das Budapest Festival Orchestra, die Solistinnen sind Christiane Karg und Elisabeth Kulman.

Als im Jahr 2008 der „Gramophone“, eine der angesehensten Klassikzeitschriften der Welt, ein Ranking der 20 weltbesten Orchester erstellte, landete das Budapest Festival Orchestra unter den ersten Zehn – ein Orchester, das erst 1983 gegründet wurde! Die Gründer waren Zoltán Kocsis und Iván Fischer. Letzterer ist bis heute Chef des Orchesters und verantwortet dessen herausragende Qualität. Auch die Berliner Philharmoniker arbeiten regelmäßig mit diesem Orchesterleiter zusammen – zuletzt erlebte man in Baden-Baden die Berliner Philharmoniker unter Iván Fischer mit Bartok und Mendelssohn bei den diesjährigen Osterfestspielen.

Iván Fischer und sein Budapest Festival Orchestra stellen am Pfingstmontag nur ein Werk vor – aber dafür eines von extremen Ausmaßen. Mahlers zweite Sinfonie (Uraufführung 1895) benötigt neben einem Riesenorchester noch ein Fernorchester hinter der Bühne, einen großen Chor und zwei Solostimmen (Sopran und Alt). Die Texte im Schlusssatz führten zu dem nicht von Mahler stammenden, aber populär gewordenen Beinamen „Auferstehungssinfonie“.

Die zweite Sinfonie von Gustav Mahler setzt seine erste gewissermaßen fort. Der „Held“ aus dem Sinfonieerstling wird im ersten Satz der zweiten Sinfonie musikalisch „beerdigt“. Diesen riesigen Satz führte Mahler auch alleine unter dem Titel „Totenfeier“ auf. Des weiteren ist in der Sinfonie das berühmte Alt-Solo mit den Worten „Der Mensch liegt in größter Not“ zu finden. Der gewaltige Schlusssatz feiert die „Auferstehung“ mit Chor, Orchester und Solostimmen.Neben dem Budapest Festival Orchestra tritt der Tschechische Philharmonische Chor Brünn auf. Die Gesangspartien sind mit Sopranistin Christiane Karg und Mezzosopranistin Elisabeth Kulman exzellent besetzt:

Die Sopranistin Christiane Karg gewann bereits mit 14 Jahren den bayerischen Landespreis für Gesang. Heute gastiert sie an den größten Bühnen der Welt, zum Beispiel an der Semperoper in Dresden oder der Mailänder Scala. Noch während ihres Studiums feierte die Musikerin bei den Salzburger Festspielen ihr Debüt als Sopranistin. Seither steigt Christiane Karg die Karriereleiter als Opern-, Konzert- und Oratorien-Sängerin steil nach oben und wurde bereits mit zwei Echos in der Kategorie "Klassik" ausgezeichnet. Die Künstlerin ist auch wiederholt im Festspielhaus Baden-Baden aufgetreten.
Elisabeth Kulman debütierte 2001 als Pamina an der Volksoper Wien und feierte erste Erfolge als Sopranistin. Seit 2005 singt Elisabeth Kulman das große Mezzosopran- und Altfach. Im Ensemble der Wiener Staatsoper avancierte sie rasch zum Publikumsliebling und erarbeitete sich ein großes Repertoire. Seit 2015 konzentriert Elisabeth Kulman ihre künstlerische Tätigkeit auf Liederabende, Konzerte und konzertante Opernaufführungen. Ihre besondere Liebe gilt unkonventionellen Projekten: “Mussorgsky Dis-Covered” mit internationalem Jazzquartett, “Mahler Lieder” und “Wer wagt mich zu höhnen?” mit dem Ensemble Amarcord Wien sowie “Hungaro Tune” mit Symphonieorchester und Jazzsolisten. Ihr neues Soloprogramm “La femme c’est moi” präsentiert Stücke von „Carmen“ bis zu den Beatles. Auch Elisabeth Kulman ist bereits im Festspielhaus aufgetreten.

Der Tschechische Philharmonische Chor Brünn gehört heute zu den renommiertesten professionellen Ensembles Europas. Er bestreitet an die 90 Konzerte im In- und Ausland pro Jahr. Der Chor erhielt den Preis ECHO KLASSIK für das Jahr 2007: Titel „Ensemble/Orchester des Jahres 2007“ für die Aufnahme von Bruckners Motteten und „Aufnahme des Jahres 2007“ für das Oratorium „Christus“ von Franz Liszt.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de. Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101.
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