Peter-und-Paul-Samstag 2018: Geballtes Mittelaltertreiben auf der Budengasse Am Seedamm

Bretten: Peter-und-Paul-Fest |

Auf verhältnismäßig dichtem Raum am meisten zu bieten hat beim Peter-und-Paul-Fest die Budengasse Am Seedamm.

BRETTEN (ch) Um die Mittagszeit strömen Besucher und Darsteller gleichermaßen zur Budengasse Am Seedamm. Hier konzentrieren sich nicht nur malerische Gruppenlager, Handwerker- und Verkaufsstände auf engstem Raum, hier gibt es auch eine vielfältige Auswahl an Speisen und Getränken und Möglichkeiten, sich vom Festrummel ein wenig auszuruhen.

Sehen und gesehen werden

Am Samstagmittag herrschte in dem luftigen, orientalischen Garten auf dem Spielplatz am Rathaus eine nahezu paradiesisch familiäre Atmosphäre. Junge Väter und Mütter rasteten auf den ausgebreiteten Teppichen und saßen plaudernd an niedrigen Tischen beisammen, während sich einige Kinder einen Spaß daraus machten, nicht sich selbst, sondern den einen oder anderen der als Dekoration dienenden Blumentöpfe durch die Lüfte zu schaukeln. Beim Entspannen und Genießen konnte man das Treiben auf der Budengasse beobachten, wo Laiendarsteller mittelalterliche Handwerkskünste vorführten, Musikanten für Stimmung sorgten und durchziehende Gauklergruppen Groß und Klein verzauberten.

Schauen, anprobieren und kaufen

Kunstvoll gelötete Kettenhemden, selbst gegossene Zinnfiguren, farbenprächtige Kleider und Haarreifen oder zünftige Lederwaren – vieles verlockte zum Schauen und Anprobieren, und manche Besucherin und mancher Besucher ließ sich auch zum Kaufen bewegen. Susanne Bräumer und ihrer Tochter Julia von der Schmücker-Gruppe konnte man beim Binden zauberhafter Kränze aus bordeauxroten Bartnelken, blauviolettem Strandflieder und weiß-gelber Kamille über die Schulter schauen. „Die Blumenkränze haben im Mittelalter zur Kühlung der Häupter gedient“, erzählte die Floristin und Inhaberin eines Blumenladens.

Staunen und lachen

Hinzu kamen über den Nachmittag verteilt diverse Aufführungen wie die dramatischen Duelle der Federfechter oder die erstaunlich artistischen Fahnenschwinger-Kunststücke der italienischen Fanfaren- und Trommlergruppe Contrada della Corte aus Quattro Castella in der Nähe von Parma, der Partnergruppe der Brettener historischen Gruppe Loeffelstielzchen. Die Gaukler unter ihnen hatten sich noch ein amüsantes „Duell“ ausgedacht, für das ein Freiwilliger aus dem Publikum gesucht und schnell auch gefunden wurde. Der junge Max, so sein Name, musste gegen Gruppenmitglied Mona antreten. Sieger sollte sein, wer am schnellsten einen Apfel verzehrte. Dabei durfte das Publikum Max mit dem Ruf „Max, friss schneller“ anfeuern und andere Gruppenmitglieder halfen ihm beim Apfelessen, während der armen Mona jedwedes nur denkbare Hindernis in den Weg gelegt wurde: Unter anderem musste sie nebenher jonglieren. Zur „Belohnung“ erhielt der strahlende Sieger – natürlich einen Apfel.

Alle Fotos: ch

Mehr vom diesjährigen Peter- und-Paul-Fest lesen Sie auf unserer Themenseite
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.