Sommer im Park: "Light"-Version in den Stadtteilen?

"Sommer im Park". Ein Slogan, der die Menschen auch in diesem Jahr wieder regelmäßig in den Stadtpark in Bretten strömem ließ.
 

"Sommer im Park". Ein Slogan, der die Menschen auch in diesem Jahr wieder regelmäßig in den Stadtpark in Bretten strömen ließ. Nach längerer Diskussion hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun für einen Zwei-Jahres-Rhythmus der Reihe gestimmt. Außerdem wurde die Verwaltung damit beauftragt, eine Idee für eine abgeschwächte "Sommer-im-Park-Version" zu entwickeln. Diese soll dann im Wechsel mit dem eigentlichen "Sommer im Park" stattfinden.

Bretten (swiz) "Sommer im Park". Ein Slogan, der die Menschen nach dem fulminanten Start der Veranstaltungsreihe in 2017 auch in diesem Jahr wieder regelmäßig in den Stadtpark strömen ließ. 6.700 Menschen besuchten die 36 Veranstaltungen, darunter auch Highlights wie den 2. Brettener Poetry Slam der Brettener Woche/kraichgau.news. Kein Wunder also, dass der Ruf nach einer jährlichen Ausrichtung der Event-Reihe bei den Bürgern groß war. Doch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hatte die Verwaltung den Stadträten nun vorgeschlagen, den „Sommer im Park” künftig nur alle zwei Jahre zu veranstalten. Die nächste Event-Reihe würde demnach 2020 stattfinden. Nach längerer Diskussion stimmte der Rat dem Zwei-Jahres-Rhythmus zu, beauftragte die Verwaltung aber, eine Idee für eine abgeschwächte "Sommer-im Park-Version" zu entwickeln. Diese soll dann im Wechsel mit dem eigentlichen "Sommer im Park" stattfinden. 2019 soll aber in jedem Fall pausiert werden.

"Diese Reihe hängt an wenigen Köpfen"

Schon vor der Ratssitzung hatte Oberbürgermeister Martin Wolff in einem Pressgespräch betont, es gehe der Verwaltung nicht um das zu investierende Geld, sondern darum, "dass diese Reihe an wenigen Köpfen hängt. Und die wollen im Sommer auch mal Urlaub machen." Zum anderen würden auf diese Weise auch die Anwohner von einer zu häufigen Lärmbelästigung verschont. Einer der angesprochenen Köpfe ist der Brettener Kulturamtsleiter Bernhard Feineisen. Auch er sprach sich in der Sitzung deutlich für den Zwei-Jahres-Rhythmus aus. Man wolle den "Sommer im Park" durch diesen Rhythmus besonders attraktiv halten. Darüber hinaus sollten die Mitarbeiter des Kulturamts auch "nicht nur auf diese 24 Tage im Sommer reduziert werden", so Feineisen. "Wir sind 365 Tage im Jahr aktiv und gerade in 2019 wird in Bretten sehr viel los sein, unter anderem mit dem Wandersommer."

"Zusätzliche Halbtagskraft für die Organisation"

Für die Arbeit von Feineisen und seinem Team gab es erneut viel Lob von den Stadträten. Einzig den Argumenten für einen Zwei-Jahres-Rhythmus wollten die Volksvertreter nicht folgen. Ihre Fraktion könne sich dem Vorschlag nicht anschließen, so Isabel Pfeil (CDU). Die Verantwortlichen sollten sich doch überlegen, das Ganze jedes Jahr, dafür aber mit weniger Veranstaltungen zu machen. "Wir wollen es nicht sterben lassen", schlug Renate Knauss (SPD) in die gleiche Kerbe und plädierte dafür, die Organisatoren mit mehr Personal zu unterstützen. "Die Stadt könnte dafür eine zusätzliche Halbtagskraft einstellen." Das könne Bretten sich doch leisten. Es müsse ja auch nicht immer der ganz große Aufwand betrieben werden, unterstützte Gernot Fritz (FWV) seine Ratskolleginnen. "Ein kleines Sommerprogamm bräuchte vielleicht nicht einmal eine Bühne, Musikanlage oder Verpflegungshütten."

Sommer am Seedamm?

Man verstehe ja die Argumente der Verwaltung, zeigte Grünen-Sprecher Otto Mansdörfer zuerst Verständnis. Allerdings, plädiere er für eine "Light-Version" von "Sommer im Park. Diese müsse auch nicht immer in der Kernstadt stattfinden, sondern könnte durch die Stadtteile ziehen. Der Vorschlag sei im Grunde genommen sehr gut, so Jörg Biermann, Sprecher von "die aktiven". "Allerdings ist das auch wieder mit einem sehr hohen Aufwand verbunden." Gegen eine Light-Veranstaltung sprach sich dagegen Biermanns Fraktionskollegin Sibille Elskamp aus. "Ich bin in keinster Weise gegen 'Sommer im Park', aber ich weiß auch, dass wenn Bernhard Feineisen etwas macht, dann will er es richtig machen." Darüber hinaus, so Elskamp, wäre es eine Überlegung wert, die Veranstaltung auch einmal an einem anderen Ort stattfinden zu lassen, schon allein um die Anwohner am Stadtpark zu entlasten. "Der Seedamm wäre sicher auch geeignet."
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