Neues internationales Azubi-Team bei Bischoff Glastechnik: Zusammenarbeit ist ganz normal

Wie ein internationales Sportteam: (von links) Sako Traore, Mamadou Sow, Sebastian Kitsch und Pascal Kampf absolvieren gemeinsam ihre Ausbildung bei BGT Bischoff Glastechnik in Bretten. (Foto: gh)
 
Vorbild für junge Migranten: Malick Sillah aus Gambia hat seine Ausbildung bei BGT ohne einen einzigen Fehltag abgeschlossen. (Foto: gh)
Bretten: BGT Bischoff Glastechnik |

Wenn man bei BGT Bischoff Glastechnik das Foyer betritt, springen einen Projektbilder aus aller Welt an: das neue World Trade Center in New York, die Ferrari World in Abu Dhabi oder die Kuppel des Berliner Reichstags – alle ausgestattet mit Hochtechnologie-Glas aus Bretten. Passend dazu sind auch die Mitglieder des neuen Azubi-Teams international aufgestellt.

BRETTEN (gh) Wenn man bei BGT Bischoff Glastechnik das Foyer betritt, springen einen Projektbilder aus aller Welt an: das neue World Trade Center in New York, die Ferrari World in Abu Dhabi oder die Kuppel des Berliner Reichstags – alle ausgestattet mit Hochtechnologie-Glas aus Bretten. Passend dazu sind auch die Mitglieder des neuen Azubi-Teams international aufgestellt.

Drei Deutsche, drei Afrikaner

Von den sechs Auszubildenden kommen drei aus afrikanischen Ländern.
Sebastian Kitsch aus Flehingen lernt Medientechnologe Siebdruck, und für ihn ist es ganz normal, mit Menschen aus anderen Ländern zusammen zu arbeiten. Schon in der Schule hatte er Klassenkameraden mit Migrationshintergrund und die weltweite Perspektive des Unternehmens gefällt ihm. Gerne würde er nach der Ausbildung bei BGT bleiben. Mamadou Sow stammt aus Guinea in Westafrika und hat sich zur Ausbildung überreden lassen. Eigentlich wollte er lieber gleich richtig Geld verdienen und nur arbeiten. Aber er hat sich nach einem längeren Praktikum dann doch für die Ausbildung erwärmen können. Für Pascal Kampf aus Oberderdingen ist Medientechnologe Siebdruck der Wunschberuf. Für ihn ist die Perspektive auch noch offen, eventuell will er nach der Ausbildung noch weiter machen. Sako Traore kommt auch aus Guinea. Er hat zuerst Praktika als Maurer und Mechaniker gemacht, bevor er sich für die Flachglastechnologie entschied. Auch er hat bei BGT zuerst ein längeres Praktikum absolviert und jetzt macht ihm dieser Arbeitsbereich richtig Spaß.

Junge Migranten sind hoch motiviert

In diesem international zusammengewürfelten Team zu arbeiten, ist für alle ganz normal und nichts Besonderes. Und Mamadou ist stolz, hier mitarbeiten zu dürfen, weil ihm dies eine Perspektive fürs Leben gibt. Denn BGT bietet seinen Auszubildenden tatsächlich auch Langzeitperspektiven. „70 Prozent der Führungskräfte sind Eigengewächse“, sagt Produktionsleiter Rainer Zoz nicht ohne Stolz. „Ich gehöre auch dazu und bin jetzt 34 Jahre dabei. Und wenn wir unsere Produkte weltweit verkaufen, passt es auch, Mitarbeiter aus aller Welt zu haben.“ Und zudem mache es Spaß, junge Leute mit Migrationshintergrund auszubilden, weil sie eine große Motivation mitbrächten. Und für die Ausbildungsplätze in der Fertigung gäbe es auch zu wenig Interessenten.

Ein wenig Angst vor Abschiebung

Zur aktuellen Diskussion um Migration und Abschiebungen halten sich alle Auszubildenden vorsichtig zurück. Nur zögernd gibt Mamadou zu, dass er sich unwohl fühlt, wenn er der einzige Afrikaner in einer S-Bahn ist. Und Sako ergänzt, dass er ein wenig Angst vor Abschiebung hat. Er möchte nur seine Ausbildung fertig machen und gute Arbeit leisten. Das Arbeitsklima sei nicht nur in der Azubi-Gruppe, sondern im ganzen Betrieb gut, bestätigen alle.

Vorbild ohne Fehltage

Denn da gibt es auch Vorbilder wie Malick Sillah aus Gambia, der seine Ausbildung schon vor 18 Monaten mit Bravour abgeschlossen hat und in seiner ganzen Berufslaufbahn noch keinen einzigen Fehltag hatte. Er hat inzwischen auch eine zweijährige Aufenthaltserlaubnis erhalten und konnte somit an Weihnachten seine Eltern zu Hause besuchen und dort auch heiraten. Als sich das Azubi-Team vor dem Firmenportal zum Foto aufstellt, rücken sie zusammen und legen sich den Arm über die Schulter – wie eine Mannschaft im Sport.
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