Leserbrief zum Artikel „Anwohner fürchten Gebäudeschäden“: „Muss zuerst etwas passieren?“

BRETTEN Obwohl betroffene Bürgerinnen und Bürger bei der Ortschaftsratssitzung in Bauerbach am 15.01.2018 ihre Bedenken bezüglich der Beschlussrücknahme einer direkten Anbindung des Neubaugebietes "Beim Weiherbrunnen" an die Bürgerstraße erneut vorgebracht haben, wurden diese zwar zur Kenntnis genommen, jedoch ignoriert und die Beschlussrücknahme vom Ortschaftsrat fast einstimmig beschlossen.

Wenn sich der OB vor Ort schon mehrfach ein Bild von der Situation gemacht hat und ihm die Einwendungen und Bedenken der betroffenen Bürgerinnen und Bürger bekannt sind, ist seine Haltung und auch die des Gemeinderates umso unverständlicher. Ist ihnen entgangen, dass die Kapellenstraße teilweise nur vier Meter breit ist und sowohl in der Kapellen- wie auch in der Rosenstraße entweder nur ein sehr schmaler oder gar kein Bürgersteig existiert? Haben Sie gesehen, dass dieser weder von Rollstuhlfahrern noch von Eltern mit Kinderwagen genutzt werden kann und beim Begegnungsverkehr selbst mit einem PKW gefährliche Situationen entstehen? Haben Sie gesehen, dass die Durchfahrt durch die Kapellenstraße die einzige ist, die mit Rettungsfahrzeugen durchfahren werden kann? Die Menschen bleiben da auf der Strecke und werden durch die Beschlussrücknahme komplett außer Betracht gelassen. Was ist mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und deren Kindern in der Kapellen- und Rosenstraße? Sämtlicher Baustellenverkehr wird durch die enge Gasse donnern, und sollte das Baugebiet einmal bewohnt sein, fahren dort zusätzlich zu dem jetzt schon vorhandenen Verkehr bei nur zwei Fahrten pro Wohneinheit mindestens ca. 200 PKW am Tag, zuzüglich Zuliefererverkehr. Sie, Herr Oberbürgermeister, sind der Meinung, das ist überschaubar in einer Gasse mit Engstellen und schmalem Gehweg. Muss zuerst was passieren, bevor man einsichtig wird?

Mit den vom OB erwähnten zeitlichen Einschränkungen in Bezug auf den Baustellenverkehr wird dieser nicht weniger und die Zuwegungen nicht breiter.
Ist das Neubaugebiet „Weiherbrunnen“ erst mal umgesetzt, liegt es auf der Hand, dass die Verwaltung keinerlei Interesse mehr an der zugesagten Anbindung haben wird und diese nie kommen wird. Von daher fordern wir, dass an dem Beschluss vom 22.09.2009 festgehalten, und das Neubaugebiet „Weiherbrunnen“ erst realisiert wird, wenn vorher eine Anbindung gebaut wurde. Das ist auch das Ergebnis der Abwägung von 2009, die den Bürgerinnen und Bürgern, die Einwendungen gegen das Neubaugebiet damals vorgebracht haben, mitgeteilt wurde.

Simone und Hardy Mannherz
Bretten-Bauerbach
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Paul Sager aus Bretten | 21.02.2018 | 18:43   Melden
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