Mit dem System überfordert?: Leserbrief zum Artikel "Ein rechtes Durcheinander" in der BreWo vom 28. November

Mit dem System überfordert?: Leserbrief zum Artikel "Ein rechtes Durcheinander" in der BreWo vom 28. November.

Als selbst Betroffene möchte ich zu dem Artikel folgendes anmerken: Bevor ich den Antrag auf einen Kindergartenplatz ausfüllte, habe ich bei der Stadt Bretten angerufen und nachgefragt, in welcher Einrichtung in Bretten Plätze frei wären. Die entsprechend damit beauftragte Person im Rathaus sagte mir dann am Telefon, dass Sie es nicht wüsste und ich bestimmt Internet hätte und da ja nachschauen kann. Ich führte dies auf einen Loyalitätskonflikt ihrerseits zurück und recherchierte. Den eigentlichen Antrag stellte ich dann im Januar 2017, gab ihn bei der Vorgesetzten ab und bat darum, dies von jemand anderem bearbeiten zu lassen. Damals sagte man mir, dass es in Bretten nur eine Person gibt, die diese Arbeit ausführt und man aber ein Auge darauf hätte. Nun musste ich lesen, dass es mehrere Bearbeiter gibt. Wurde ich angelogen oder hat sich das System geändert?
Da ich bis Juni 2017 dann leider nichts mehr hörte, ging ich, da die telefonische Erreichbarkeit der besagten Person durch Halbtagsbeschäftigung sehr eingeschränkt ist, persönlich ins Rathaus. Dort wurde mir dann mitgeteilt, dass die oben erwähnte Sachbearbeiterin mit dem System überfordert sei. Da es ja jetzt anscheinend doch mehrer Bearbeiter gibt, stellt sich mir die Frage, warum man niemand damit beauftragt, der es kann.

Man hat dann auf Nachfrage über den Bearbeitungsstand und der anschliessenden Suche im Schrank meinen Antrag gefunden.Wir haben unseren Platz dann für September 2018 bekommen, hätten ihn aber schon für März 2018 gebraucht. Eine Freihaltung war nicht möglich, dies geht anscheinend nur für Familien, die die bearbeitende Beamtin im Rathaus gut kennen und von ihr gemocht werden, da ich genau diesen Fall gerade miterlebe. Es kann nicht angehen, dass man für einen Kindergartenplatz nicht zeitnah informiert wird, da es sowohl für Arbeitgeber- und nehmer von grosser Bedeutung ist, wann und wo man einen Platz bekommt. Zudem kann die Leitung eines Kindergartens sicherlich besser einschätzen, welches Kind in welche Gruppe passt, beziheungsweise besitzt die Sozialkompetenz, zum Beispiel bei erhöhtem Betreuungsbedarf auf eine andere Kita zu verweisen, als eine Person, die im Rathaus am Schreibtisch sitzt und keine Berührung mit den Kindern und Eltern hat

Da es trotz der gesammelten Anmeldungen keine verbindlichen Zusagen gibt, ist der Umweg über die Stadt unsinnig und nur mit zusätzlichen Aufwand für die Eltern verbunden. Das System an sich mag durchaus seine Vorteile haben, da es seitens der Stadt beziehungsweise der oben genannten Person an Kommunikation mangelt, ist es bei Beibehaltung der jetzigen Regelung weiterhin zum scheitern verurteilt.

Susanne Gauß
Bretten
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