Diedelsheimer Delegation zum Gegenbesuch in Hidas

Die Tanzgruppe übernahm das traditionelle Sauschlachten
 
Mit einfachen Mitteln zum Erfolg
Hidas, Diedelsheims ungarische Partnergemeinde im Komitat Baranya gelegen, war eine Reise wert. Darüber waren sich alle Mitfahrer einig, und es waren nicht wenige. Ortsvorsteher Martin Kern fuhr zusammen mit Vertretern des Ortschaftsrates und Diedelsheimer Vereine auf Einladung von Bürgermeister Csaba Berg nach Hidas. 1200 km entfernt von Diedelsheim. Der 2. Weltkrieg mischte Ungarns Karten neu, und so hatten sich viele deutschstämmige Einwohner ungewollt, vertrieben auf den Weg in eine neue Heimat machen müssen, die sie auf Umwegen zum Teil in Diedelsheim fanden. Diese damaligen Neubürger waren die Triebfeder für eine Versöhnung über die Gräben hinweg, die in einer Partnerschaft mit ihrem ehemaligen Wohnort 1990 mündete.
Schon immer wurden die Diedelsheimer herzlich aufgenommen, so auch dieses Mal. Das Bergbaufest, das jährlich gefeiert wird, war der Anlass, bei dem der verstorbenen Bergleute gedacht wird. Die Idee, ein Schlachtfest für die Diedelsheimer zu veranstalten und so die frische Verpflegung für die Gäste an dem Wochenende zu haben, war großartig. Dass es wie in alten Zeiten ausgeführt wurde, passte ausgezeichnet in den Hof des Heimatmuseums. Von der vielen Arbeit, die damit verbunden war, darf nicht geredet werden. Es wurde immer wieder versichert, dass man sich freue, für die Gäste so etwas zu tun, weil sie sich in Hidas wohlfühlen sollten.
Das Programm war dicht gedrängt. Das ist aber bei Partnerschaftsbesuchen immer so, denn von den reichen Schätzen sollen die Besucher viel sehen. Da war z. B. Maria Videczné Rendes, eine ehemalige Lehrerin. Sie führte im Gedenkzimmer der Adeligenfamilie Kardos, der das heutige Rathaus gehörte, und auch im liebevoll gestalteten Heimatmuseum, das ihre Handschrift trägt. Sie war die Sammlerin auf Speichern und in Kellern. Eine Mitreisende, deren Wurzel mütterlicherseits in Hidas ist, weiß nun, dass die noch vorhandenen Kleidungsstücke im Museum willkommen sind. Welch schöne Erfahrung!
Gespräche führte Heidemarie Leins mit Bürgermeister Csaba Berg, denn für nächstes Jahr soll die Bürgerreise der Stadt nach Ungarn gehen. Er ist sehr erfreut über einen Besuch im nächsten Jahr. Vermutlich wird die Reise zum Deutschen Nationalitätentag im Mai stattfinden. Die Brettener werden nicht mit leeren Händen kommen, denn es gibt eine Fassung der Melanchthonausstellung in ungarischer Sprache. Die notwendigen Informationen holte Leins in Budapest ein, wo die Ausstellung lagert. So steht den weiteren Planungen nichts mehr im Wege. Zum Reformationstag wird die Ausstellung in Békèshaba zu sehen sein, der Wittenberger ungarischen Partnerstadt. Auch dort wurden die Ausstellungsmöglichkeiten schon geprüft.
Großes Interesse zeigte Rita Schwab, die Deutschlehrerin und kompetente Übersetzerin, an Kontakten mit einer Brettener Schule. Heidemarie Leins versprach, hier helfend sich zu verwenden. In Hidas gehen die Kinder bis zur 8. Klasse in die Schule und lernen Deutsch. Da muss sich doch in Bretten ein Partner finden lassen!
Die Reisegruppe plant einen Hidas-Abend für die Bevölkerung, an dem Bilder gezeigt werden und berichtet wird, um Lust auf die Reise nach Hidas und Umgebung zu machen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.