Bretten: Stadtvillen und Gewerbe auf Postareal

Auf dem Areal hinter dem Postbank-Finanzcenter sollen ab dem ersten Quartal 2019 sechs Stadtvillen und ein Wohn- und Gewerbehaus entstehen.

Die gelben Laster und Autos von der Deutschen Post und ihrer Tochter DHL prägen momentan noch das Areal hinter dem Postbank-Finanzcenter an der Melanchthonstraße. Dies wird sich in einem Jahr wohl entscheidend ändern.

Bretten (swiz) Die gelben Laster und Autos von der Deutschen Post und ihrer Tochter DHL prägen momentan noch das Areal hinter dem Postbank-Finanzcenter an der Melanchthonstraße. Dies wird sich in einem Jahr wohl entscheidend ändern. Denn im ersten Quartal 2019 plant die Rhino Partners Projektmanagement GmbH mit Sitz in Mannheim, auf dem ehemaligen Heidt-Areal und den hinter der Post liegenden Flächen den Spatenstich für ein großes Wohnbauprojekt. Wie die Brettener Woche berichtete, hatte die Gesellschaft das rund 6.000 Quadratmeter große Grundstück erworben und will seine Planungen dort mit der eigens gegründeten Projektgesellschaft „Wohnpark Bretten” verwirklichen.
Nun hat der Geschäftsführende Gesellschafter von Rhino Partners, Daniel Bittner, gegenüber der Brettener Woche weitere Details zur geplanten Bebauung bekannt gegeben.

60 bis 70 barrierefreie Wohnungen geplant

„Wir planen auf dem ehemaligen Heidt-Areal und den hinter der Post liegenden Flächen 60 bis 70 barrierefreie und hochwertige Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sowie Penthäuser.” Untergebracht werden sollen die barrierefreien Wohnungen in sechs Stadtvillen sowie einem Wohn- und Gewerbegebäude. Die Zufahrt zu den Häusern soll über die Melanchthon-straße erfolgen. Um den künftigen Bewohnern genügend Parkflächen zu bieten, plant Rhino Partners auf dem Gelände die Errichtung einer Tiefgarage, ergänzend zu den Außenstellplätzen. Zur Zeit sei man, laut Bittner, in der Vorbereitung eines Planverfahrens und werde in den kommenden Wochen Gespräche mit der Stadtverwaltung führen, in denen die genauen Modalitäten des Bebauungsplans besprochen würden. Daher könne er auch zu den Geschosshöhen der Gebäude noch nichts sagen. Wünschenswert wären aber zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss.

Teilbelastung mit Teeröl

Bei den Gesprächen mit der Stadt wird es auch um den Umgang mit der Teilbelastung des Areals durch Teeröl gehen. Das giftige Öl ist eine Hinterlassenschaft des ehemaligen Gaswerks der Stadtwerke Bretten, das in früheren Zeiten auf dem Grundstück an der Melanchthonstraße stand. „Wir werden eruieren, wie die Entsorgung der punktuell verschmutzten Flächen vorgenommen werden kann”, so Bittner. Die Lösung einer Versiegelung mit einer Bodenplatte sei dabei nur eine Alternative, eine komplette Entsorgung die andere, erläutert der Geschäftsführende Gesellschafter. „Hier stimmen wir uns eng mit der Stadt ab und streben eine saubere Lösung an.” 

Baubeginn im ersten Quartal 2019

Verliefen die Gespräche wie geplant, dann strebe man die Finalisierung des Planverfahrens bis Ende Sommer 2018 an, um im Herbst die Pläne ins Genehmigungsverfahren geben zu können. „Wenn alles gut läuft, könnten wir im ersten Quartal 2019 mit dem Bau beginnen”, rechnet Bittner vor. Das Gebäude, in dem derzeit das Postbank-Finanzcenter untergebracht ist, wird allerdings nicht Teil der Neuentwicklung des Areals sein. Der Bau gehört seit 2016 einer Immobiliengesellschaft aus Schwetzingen. Auf Nachfrage habe dieser Investor keine Bereitschaft zu einem Verkauf signalisiert, so Bittner. Der Mietvertrag mit der Post wurde durch die Schwetzinger Firma bereits um zehn Jahre verlängert. Für eine einheitliche Bebauung hätte man das Gebäude natürlich gerne ebenfalls erworben, sagte Bittner der Brettener Woche. Da dies nun aber vom Tisch sei, werde man eventuell auf eine höhere Bepflanzung als Sichtschutz zurückgreifen.
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Michael Kaufmann aus Bretten | 03.02.2018 | 18:51   Melden
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