Gesundheitszentren in Bretten nehmen Gestalt an

Grundlage und Herzstück des neuen Fachärztezentrums ist der sogenannte „Rote Bau“ an der Rechbergklinik Bretten.

Die Gesundheitszentren in Bretten nehmen Gestalt an. Großes Interesse gibt es am geplanten Fachärztehaus an der Rechbergklinik. In das Kraichgau-Center ziehen fünf neue Arztpraxen ein.

Bretten (swiz/ch) Der Neubau der Rechbergklinik in Bretten wird am 1. März 2019 offiziell eingeweiht. Das hat die Regionaldirektorin der Regionale Kliniken Holding, Susanne Jansen, beim jüngsten Treffen der Bürgerinitiative Pro Rechbergklinik am Montagabend bekannt gegeben. Anschließend soll im Jahr 2020 laut Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling auch mit dem Bau des geplanten Fachärztehauses neben der Klinik begonnen werden. Offiziell in Betrieb genommen wird der Klinikneubau am 12. März 2019, teilte Jansen weiter mit. Am 2. März wird es einen Tag der offenen Tür geben. Über die Entwicklung des von der Brettener Südbau an der Rechbergklinik geplanten Fachärztehauses berichtete Markus Vierling. Südbau ist zugleich Investor, Planer und Bauherr des Hauses. Derzeit wird geprüft, wie viele zusätzliche Geschosse die Statik des bislang zweistöckigen Gebäudes verträgt. Je nachdem, ob um zwei oder sogar drei Geschosse aufgestockt werden kann, stehen für Facharztpraxen und eine Pflegeeinrichtung insgesamt rund 2.500 oder 3.000 Quadratmeter zur Verfügung. „Das Interesse ist sehr groß“, berichtete Vierling.

Großes Interesse von Facharztpraxen

Das Gebäude sei so gut wie voll, Verträge seien aber noch keine unterschrieben. Bis Ende Dezember 2019 müsse der Altbau abgerissen sein, 2020 sei Baubeginn. Im Erdgeschoss will die Kliniken Holding rund 500 Quadratmeter für ihr bereits bestehendes Zentrallabor und die ambulante Onkologie mieten. Außerdem gebe es die Anfrage eines Sanitätshauses nach 80 bis 100 Quadratmetern Fläche. Für die Stockwerke darüber haben laut Vierling Facharztpraxen für Zahnheilkunde (250 bis 300 Quadratmeter), Radiologie (etwa 150 Quadratmeter), Oralchirurgie (etwa 250 Quadratmeter), Diabetologie (etwa 600 Quadratmeter), Nieren- und Bluthochdrucktherapie (600 bis 800 Quadratmeter) und Schmerztherapie (rund 120 Quadratmeter) Interesse bekundet. Darunter seien sowohl Mediziner aus der Melanchthonstadt als auch solche von außerhalb. Fest reserviert sind laut Vierling 400 bis 500 Quadratmeter für eine Wohngruppe Intensivpflegebedürftiger, die der Brettener Pflegedienst IRRMA dort einrichten möchte. Darüber hinaus gab Vierling bekannt, dass im ebenfalls von Südbau errichteten Dienstleistungszentrum gegenüber dem Kraichgau-Center bereits ein Mietvertrag mit einer Praxis für Schwangerschaftsberatung abgeschlossen wurde. Mit der Stadt habe man zwei Praxen abgesprochen.

Kraichgau-Center bekommt fünf neue Arzpraxen

Und auch im Center selbst, wächst ein immer ernstzunehmenderes Gesundheitszentrum heran. Ein Sprecher des Kraichgau-Center-Eigentümers, der Hahn AG, hatte der Brettener Woche bereits im August exklusiv mitgeteilt, drei Mietverträge für neue Praxen abgeschlossen zu haben. Die notwendigen Räumlichkeiten entstehen auf der 1.000 Quadratmeter großen Fläche des insolvent gegangenen ehemaligen Fitnessstudios Asporta. Nun hat die Hahn AG die Zahl der erreichten Mietverträge mit Ärzten noch einmal nach oben korrigiert. „Es liegen uns jetzt Mietverträge von insgesamt fünf Arztpraxen vor. Dazu kommt noch ein Diabetes-Shop, der sich mit seinem Angebot an den Bedarf von medizinischen Produkten für Diabetiker richtet. Damit ist die gesamte Fläche voll vermietet”, erklärte ein Sprecher der Hahn AG gegenüber der Brettener Woche.

Erste Praxisfläche wird in der zweiten Dezemberhälfte übergeben

Die erste Praxisfläche wird in der zweiten Dezemberhälfte übergeben, so der Sprecher weiter. Eine Übergabe an einen weiteren Mieter erfolge dann im Januar. „Wir rechnen damit, dass bis zum Ende des ersten Quartals 2019 alle Mietflächen übergeben werden können. Die tatsächlichen Eröffnungen der Arztpraxen liegen dann in der Zuständigkeit der Mieter.” Zu den Ärzten zählen Praxen für Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde, Logopädie sowie Augenheilkunde. Bei der Namensnennung der Ärzte will man sich von Seiten der Hahn AG noch zurückhalten.
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