Neues Leben in alten Mauern: Gastronomie und Events in alter Trafostation in Bretten geplant

Die alte Trafostation in Bretten stammt in Teilen aus den frühen 1920er Jahren. Jan Seeburger will das alte Gebäude nun wiederbeleben. ch

Die alte Trafostation an der Pforzheimer Straße in Bretten hat ihre besten Zeiten schon lange hinter sich. Doch Jan Seeburger will dem Gebäude nun neues Leben einhauchen.


Bretten (swiz) Die alte Trafostation an der Pforzheimer Straße in Bretten hat ihre besten Zeiten schon lange hinter sich. An dem massiven Gebäude gegenüber dem Neff-Firmensitz sind einige Fenster gesprungen, die Wände der Räume sind übersät mit Graffitis und im Areal um den Betonbau hat die Natur wieder die Oberhand gewonnen. Im März 2017 hatte es dann Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Station gegeben. Wie die Brettener Woche berichtete, hatte sich ein Käufer gefunden, der das Gebäude mit einer nicht näher benannten Gastronomie wieder zum Leben erwecken wollte. Doch dann hörte man lange nichts. Nach einem Jahr Funkstille vermeldete Stadtwerke-Chef Stefan Kleck: „Wir haben den Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen rückabgewickelt.“ Der Grund: „Wir haben gemerkt, dass sich nichts tut und daher dann die Reißleine gezogen.“

Jan Seeburger kauft Trafostation

Doch nun soll der Dornröschenschlaf der Trafostation endgültig beendet werden. Der Brettener Jan Seeburger, Sohn des Unternehmers Bernd Seeburger, hat den Bau, dessen älterer Teil aus den Jahren 1923/24 und dessen jüngerer Abschnitt aus den 1960er Jahren stammt, gekauft. „Ich hatte den Artikel über die Rückabwicklung des Kaufvertrags in der Brettener Woche gelesen. Da hatte ich fünf Minuten später den Telefonhörer in der Hand und habe Herrn Kleck um einen Termin gebeten.” Vier Wochen später war es dann soweit und Seeburger stellte sein Konzept für die Wiederbelebung der Trafostation dem Aufsichtsrat der Stadtwerke vor. Mit seinem Vorschlag setzte er sich gegen sechs andere Konzepte durch. „Ich möchte im Erdgeschoss der Trafostation zwei bis vier Gastronomen ansiedeln und im Obergeschoss einen großen Raum für die verschiedensten Events schaffen”, erklärt Seeburger im Gespräch in groben Zügen seine Idee.

Gebäude soll Industriecharme behalten

Dabei soll das Gebäude seinen alten Industriecharme behalten. Zu beachten seien beim Umbau vor allem die Vorgaben des Denkmalamtes. „Die Stahltüren sowie die alte Treppe und das Treppengeländer sollen zum Beispiel unbedingt erhalten werden.” Welche Richtung mit der Gastronomie eingeschlagen werden soll, möchte Seeburger noch nicht präzisieren. „Ich könnte mir aber kleine Küchen vorstellen, die ganz unterschiedliche Gerichte präsentieren. Ähnlich den Food-Trucks.” Doch bevor man in diese Detailplanung einsteige, müsse noch einiges an Untersuchungen abgewartet werden. „Bevor ich in die Feinplanungen gehe, muss ich erst einmal die genaue Untersuchung der Bausubstanz sowie den konkreten Kostenvoranschlag für die Sanierung abwarten. Dann kann über die Nutzung entschieden werden und man sieht, ob das Konzept so tragbar ist”, sagt Seeburger. Wichtig sei ihm vor allem, dass das Gebäude wieder saniert werde. „Und über diese Möglichkeit freue ich mich sehr.” Was den Zeitrahmen angeht, gibt es für den Investor momentan nur ein konkretes Ziel. „In einem Jahr soll die Baugenehmigung erteilt werden.”
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