Ehrenamtlich Mitarbeitende und Integrations-Paten für Flüchtlinge gesucht

Verantwortungsvolle Aufgabe: (von links) Die bisherige Koordinatorin des "Netzwerks für Flüchtlinge" Wiebke Eitel, Stellvertreterin Heidi Veith und die neue Koordinatorin Isabel Augenstein. (Foto: gh)

Die Integration von geflüchteten Menschen braucht auch Einsatz von einheimischer Seite. Darüber waren sich beim aktuellen Treffen des „Netzwerks für Flüchtlinge Bretten“ alle einig.

BRETTEN (gh) Die Integration von geflüchteten Menschen braucht auch Einsatz von einheimischer Seite. Darüber waren sich beim aktuellen Treffen des „Netzwerks für Flüchtlinge Bretten“ alle einig.
Zunächst berichteten die neue Integrationsmanagerin des Landratsamts, Mirjam Umhauer, und die neue Sozialarbeiterin Ute Schmidt über die Zahlen und die allgemeine Situation in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Bretten.

Weiter Unterstützungsbedarf durch Ehrenamtliche

Ganz aktuell gäbe es nur noch 28 Bewohner in der GU, von denen auch zehn schon auf eine Anschlussunterbringung (AU) warten. Während praktisch keine neuen Flüchtlinge dazu kommen, wurden in den letzten beiden Monaten einige Personen im neuen Gebäude der Anschlussunterkunft untergebracht, die aus dem Umkreis nach Bretten verlegt wurden.
Trotz rückläufiger Zahlen sehen die beiden Hauptamtlichen weiteren Unterstützungsbedarf durch Ehrenamtliche, gerade zum Beispiel für syrische Frauen mit Kindern. Für sie seien die Hürden sehr hoch, sich irgendwo gesellschaftlich einzuklinken. Und auch für einen 18-jährigen Eritreer wird Nachhilfe in Deutsch gesucht, damit er den Schulabschluss erreichen kann.

"Man muss kein professioneller Deutschlehrer sein"

Der Internationale Freundeskreis DAF berichtete über seine Angebote, wie „Rucksack-Sprachkurse“ für Mütter mit Kindern, für die auch noch aktive Unterstützer gebraucht werden. „Und man muss dafür kein professioneller Deutschlehrer sein,“ sagt Gerhard Junge-Lampart, der selbst pensionierter Lehrer ist und viele Sprachkurse anbietet. (Kontakt: Gerhard.Junge@t-online.de) Weitere Aktionen sind eine Fahrradwerkstatt im Jugendhaus, ein Kurs in Vertragsrecht auf Arabisch und ein Erste-Hilfe-Kurs mit Abschlussbescheinigung.

Neu Zugezogene besuchen und beraten

Auch das Integrationsamt der Stadt Bretten sucht Menschen, die neu zugezogene Mitbürger in Bretten beraten oder besuchen, um diesen die Kontaktaufnahme in Bretten zu erleichtern und somit das Zusammenleben in der Stadt zu unterstützen. Bernhard Strauß von der Stadt freut ich über Menschen, die sich hier einbringen wollen. (Kontakt: Bernhard.Strauss@bretten.de)

Neue Koordinatorin gewählt

Zum Abschluss wurde eine neue Koordinatorin für das „Netzwerk Flüchtlinge“ gesucht. Nach drei Jahren hohen Einsatzes gab Wiebke Eitel aus privaten Gründen ihr Amt ab. Einstimmig wurde Isabel Augenstein als Nachfolgerin gewählt. Sie ist bisher vor allem im Café International aktiv. Stellvertretende Koordinatorin bleibt weiterhin Heidi Veith. Alle betonten den großen und erfreulichen Erfolg des Café International, das immer freitags von 16 bis 18.30 Uhr im Verein Alt-Brettheim am Kirchplatz stattfindet, und bei dem man auch nur ganz unverbindlich Gast sein kann.
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