Bogenbau beim TSV Rinklingen

Das vergangene Wochenende stand im Zeichen des Bogenbaus. Die Bogenschützen des TSV Rinklingen haben sich dazu prominente Unterstützung geholt. Konrad Vögele ist einer der führenden Bogenbauer für Holzbögen und reiste mit seiner mobilen Werkstatt an, um den Teilnehmern des Kurses das Bogenbauen zu erklären und Anleitung zu geben. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in die Theorie über die verschiedenen Holzarten. Es wurde erklärt wie das Holz bezüglich des Bogenbaus zu lesen ist, welchen Teil des Stammes man am ehesten verwendet und wie es gelagert werden muss, damit am Ende ein richtig guter Bogen daraus werden kann.
Dann ging es endlich los! Die entsprechenden Rohlinge wurden ausgewählt. Hier wurde eine Auswahl an verschiedenen auserlesenen Hölzern gestellt. Von den heimischen Hölzern wie Ulme, Esche oder Robinie hin zum amerikanischen Bogenholz Osage orange war alles vertreten. Der Grundriss des Bogens wurde auf den Rohling übertragen unter Rücksichtnahme auf Besonderheiten wie Astlöcher, schlafende Augen, aus denen mal Äste werden sollten, und drehende Wuchsrichtung. Jeder Bogen ist ein Unikat und wird entsprechend unterschiedlich bearbeitet.

An der Werkbank wurden die Werkzeuge immer feiner. Von der Bandsäge über die grobe Raspel bis hin zu Feile und Schmirgelpapier. Bei jeder Problemstellung gab es fachkundige Unterstützung vom Profi.
 Es wurde geraspelt und gefeilt, dass die Späne nur so flogen undsich langsam bunte Spänehäufchen auf dem Boden sammelten, denn manch ein Holz hatte eine satte gelbe Farbe. Nach dem ersten Kurstag war der Bogen schon klar erkennbar sodass am zweiten Tag es ans Feintuning ging. Der Bogen war im Groben schon fertig, musst aber noch das Gleichgewicht zwischen den Wurfarmen bekommen. Es wurde auf- und abgespannt und immer wieder gedehnt und gemessen. War das Ergebnis noch nicht befriedigend musste mit der Raspel nachgearbeitet werden. Zum Schluss hin bekam jeder Bogen eine Sehne und durfte geschossen werden.
 Die finale Behandlung mit dem feinsten Schmirgelpapier und der Behandlung des Holzes wird von den Teilnehmern daheim vollzogen, wenn der Bogen bereits ein paar mal in Gebrauch war. Sieben Holzbögen haben nun das Licht der Welt erblickt und werden den Schützen hoffentlich gute Dienste leisten.
 Ein großer Dank geht an Konrad Vögele für die tolle Unterstützung!
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