Der FVB erkämpft sich mit einer Rumpftruppe ein 1:1 beim Spitzenreiter

Wieder einmal war vor dem schweren Auswärtsspiel beim Spitzenreiter in Kirrlach Personalnot angesagt und Cagdas Altuntas standen dieses Mal nur 14 Spieler zur Verfügung. Nachdem sich dann auch noch Daniel Schmitt nach dem Aufwärmen verletzt abmeldete, nahmen auf der Bank nur Ersatztorhüter Batin Yilmazgül und der Trainer selbst Platz.

Bereits beim Warmmachen und in der Kabine herrschte jedoch eine konzentrierte und fokussierte Grundstimmung. Die Gäste wollten unbedingt die aufsteigende Form bestätigen und nicht kampflos das Feld räumen. Wie erwartet agierte aber der FC zu Beginn aktiver und kam auch zu ersten Halbchancen, die Hereingaben von der linken Seite wurden jedoch von Markus Bohner oder Marc Manako entschärft. Nach zehn Minuten fanden die Gäste auch besser ins Spiel und gewannen nun eine Vielzahl von Zweikämpfen. Die Mannschaft pushte sich nun gegenseitig hoch, ein Beispiel war der Einsatz von Amer Kahrimanovic, der als Stürmer bei einem Konter der Hausherren im Vollsprint nachsetzte und den Ball fair abgrätschte. Auch Bruno Curella auf der linken Außenverteidigerposition fiel oftmals durch beherztes Zweikampfverhalten auf. Durch solche Aktionen holten die Gäste noch ein paar Prozentpunkte mehr heraus. In der Offensive zeigte sich dann auch Amer Karimahnovic erstmals gefährlich vor dem Tor, sein Schuss wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Auf der anderen Seite wurde es kurz vor der Halbzeit gefährlich, der Weitschuss flog jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. So ging es leistungsgerecht mit einem torlosen Remis in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Kirrlach war zwar häufiger am Ball, der FVB verteidigte dagegen leidenschaftlich im Kollektiv und nahm den spielfreudigen Kirrlachern so den Spaß. Klare Torchancen waren jedoch bis Mitte der zweiten Halbzeit weiterhin auf beiden Seiten Mangelware. Im Laufe der zweiten Halbzeit konnte der Spielertrainer Christoph Klein aus der üppig besetzten Bank dreimal tauschen und versuchte, mit frischen Leuten mehr offensive Akzente setzen zu können. Ab der 75. Spielminute ergaben sich dann klarere Chancen für den FC, zumeist über Standards. Die beste Chance entschärfte Bruno Curella nach einem Eckball, als er den Abschluss von der Linie köpfte. Die Rettungsaktion wurde bejubelt wie ein Tor. Auf der Gegenseite setzte sich Tolunay Durman auf der Außenbahn gut durch, sein scharfes Zuspiel fand jedoch keinen Abnehmer. Die klar bessere Mannschaft war jetzt aber Kirrlach. Eine abseitsverdächtige Situation ließ der ansonsten sehr gut leitende Schiedsrichter weiterlaufen, der Abschluss wurde jedoch im letzten Moment vom heute glänzend aufgelegten Marcel Störmer entschärft. Dieser gewann ab Mitte der ersten Halbzeit nahezu jeden Zweikampf und bestritt sicherlich sein bisher bestes Spiel für die Viktoria. Das Spiel neigte sich so langsam dem Ende zu, auf Grund einiger Verletzungsunterbrechungen wurden jedoch vier Minuten nachgespielt. Jetzt überschlugen sich nochmal die Ereignisse. Nach einem langen Zuspiel kam Sturmtank Amer Karimahnovic an den Ball und setzte sich gekonnt gegen den Abwehrspieler durch. Da der Torwart ein bisschen zu weit vor dem Tor stand, probierte er es mit einem Heber. Dieser gelang ihm perfekt und so schlug der Ball im langen Eck ein. Der Treffer gehörte sicherlich zur Marke Traumtor. Der Jubel der Gäste kannte keine Grenzen, doch noch waren drei Minuten zu spielen. Mit der letzten Aktion im Spiel gelang Kirrlach dann doch noch der Ausgleich. Spielertrainer Klein setzte sich nach einem Freistoß im Kopfballduell durch und legte quer auf Melih Sahin, der aus kurzer Distanz zum sicherlich verdienten Ausgleich einschieben konnte. Dieser Treffer zum 1:1 war auch gleichzeitig der Endstand.

Ob das Remis jetzt unter dem Strich verdient war, darüber lässt sich im Nachhinein selbstverständlich streiten. Die Zuschauer des FC Kirrlach werden hier sicherlich anderer Meinung sein als die Unterstützer der Gäste. Fakt ist jedoch, dass jeder Spieler über sich hinauswuchs und auf Grund einer kämpferisch erstklassigen Leistung durch den Punkt belohnt wurde. Die Auftritte des FVB erinnern jetzt immer mehr an die gute Rückrunde des Vorjahres. Das nächste Spiel findet am Gründonnerstag um 18:15 Uhr gegen Langenbrücken statt, hier kann die Serie mit vier ungeschlagenen Spielen fortgeführt werden.
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