Deutschlands Frauennationalmannschaft holt sich das Weltmeistertriple

Brettenerin Katharina Fien als Schiedsrichterin im Einsatz

Bretten (gg) Harald Muckenfuß, Delegationsleiter des erfolgreichen Teams, ist voll des Lobes über die ausgezeichnete Organisation in Linz/Österreich. Neben einer WM der kurzen Wege mit der Rekordzahl von 11 teilnehmenden Nationen, waren vor allem auch die Bedingungen vor Ort im 2.500 Zuschauer fassenden Stadion vorbildlich. Alle Spiele wurden im Internet per Livestream übertragen, die Halbfinals- und Finalbegegnungen sogar live im ORF. Schon in der Vorrunde zeigte es sich, dass man als Titelverteidiger mit der Favoritenrolle zurechtkam. Sehr konzentriert wurden die Vorrundenspiele gegen Argentinien, Serbien, Italien und Tschechien souverän ohne Satzverlust gewonnen. Im Viertelfinale hatte das Team der Trainerinnen Silke Eber und Eva Krämer nur in den ersten beiden Sätzen Probleme gegen eine stark aufspielende Schweiz. Mitfavorit Brasilien hatte überraschend gegen den Gastgeber Österreich verloren und wurde dadurch zum nicht erwarteten Gegner im Halbfinale. Im hochklassigsten Spiel des Turniers konnten die deutschen Frauen nach einem Spiel auf Augenhöhe (12:10, 7:11, 12:10, 8:11, 11:7) erst im 5.Satz die Südamerikanerinnen nur aufgrund besserer Auswechselmöglichkeiten zu Boden zwingen. Das Finale gegen die Schweiz sah erneut einen von Beginn an hoch konzentrierten Titelverteidiger Deutschland, der mit einer überragenden Mannschaftsleistung dominierte. Die ersten beiden Sätze verliefen noch relativ ausgeglichen (11:9, 10:12). Die Schweizer mussten riskieren und machten zahlreiche, zum Teil unnötige Fehler. Die nächsten 3 Sätze (11:7, 11:6, 11:1) waren eine klare Sache und das Weltmeistertriple ging an ein überglückliches Deutsches Team. Erneut ein großartiges Erlebnis für Harald Muckenfuß, der somit seinen 6. WM-Titel als Delegationsleiter (neben 2 World-Gamessiegen und 8 EM-Titeln) mit Deutschen Nationalmannschaften) holen konnte. „Die Titelverteidigung war insgesamt etwas leichter als 2016 in Brasilien. Interessant die Entwicklung im Internationalen Faustball. Nationen, die bei vorhergehenden Weltmeisterschaften noch nicht vertreten waren (Neuseeland, Serbien, Polen, Belgien), haben Anschluß an die führenden Teams gefunden“. Am 24.08. steht die nächste Bewährungsprobe an. Bei der im schwäbischen Adelmannsfelden stattfindenden Europameisterschaft der Männer wird ebenfalls die Titelverteidigung angestrebt. Ebenfalls im Einsatz bei dieser Weltmeisterschaft war die Brettener Spielerin und Internationale Schiedsrichterin Katharina Fien, die an jedem Turniertag zu Einsätzen kam und ihre Aufgabe hervorragend bewältigte. Nicht ungern hingenommenes Pech war nur, dass wegen der Teilnahme Deutschlands am Finale, der eventuelle Einsatz als Endspielschiedsrichterin nicht möglich war! Trotzdem war für die 32-jährige die gesamte Veranstaltung ein tolles Erlebnis.
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