„Es kracht fast täglich“: Experten sorgen sich um Häufung von Unfällen am Stauende

(Foto: Pixabay, SD-Pictures)

Auf Autobahnen werden schwere Unfälle vor einer Baustelle zu einem zunehmenden Problem. Bundesweite Zahlen dazu gibt es zwar nicht. Aber Verkehrsexperten beobachten eine Häufung.

Karlsruhe (dpa/lsw) Allein an der Großbaustelle der A5 zwischen Karlsruhe und Rastatt kracht es fast täglich. Seite Ende Juni zählte die Karlsruher Polizei hier rund 90 Unfälle in und vor der Baustelle in beiden Richtungen. Kann man da noch von sicheren Autobahnen sprechen? Man kann, sagen Verkehrsclubs und Unfallforscher wie Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer.

„Stauende-Unfälle sind überwiegend Lkw-Unfälle“

Doch es gebe viel zu verbessern: «Stauende-Unfälle sind überwiegend Lkw-Unfälle», sagt Brockmann. Allein auf Baden-Württembergs Autobahnen gab es im vergangenen Jahr 3439 Unfälle mit Lastwagen, deutlich mehr als zuvor: 3096 (2016) und 2687 (2015). Der Unfallforscher plädiert deshalb für die verpflichtende europaweite Einführung eines Notbremsassistenten für Lastwagen, der vor dem Stauende bis zum Stillstand bremsen kann. Damit könnten auch aus Sicht der Autoclubs viele Unfälle vermieden werden.
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