"Jeder wird Abstriche machen müssen": Freie Wähler Vereinigung präsentiert Ergebnisse ihrer Umfrage zur "Mobilität in Bretten"

Auf dem Brettener Marktplatz hatte die FWV Mitte November auf ihre Umfrage zur Mobilität aufmerksam gemacht. fwv

Mit einer Umfrage zur "Mobilität in Bretten" hatte sich die Freie Wähler Vereinigung (FWV) Bretten Mitte November 2018 an die Bürger der Melanchthonstadt gewandt. Im Gespräch mit der Brettener Woche haben FWV-Mitglied Kathrin Breuer und der stellvertretende FWV-Vorsitzende Arndt Nissen die Ergebnisse der Umfrage nun präsentiert.

Bretten (swiz) Mit einer Umfrage zur "Mobilität in Bretten" hatte sich die Freie Wähler Vereinigung (FWV) Bretten Mitte November 2018 an die Bürger der Melanchthonstadt gewandt. Im Gespräch mit der Brettener Woche haben FWV-Mitglied Kathrin Breuer und der stellvertretende FWV-Vorsitzende Arndt Nissen die Ergebnisse der Umfrage nun präsentiert. Mit der Beteiligung von 160 Personen an der Erhebung sei man "sehr zufrieden", so Breuer, die ebenfalls Sprecherin der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung ist und Nissen unisono. Man müsse bedenken, dass die Umfrage, die sowohl offline als auch online angeboten wurde, 24 Fragen hatte und eine Bearbeitungszeit von rund 15 Minuten erforderte. "Das unterstreicht nochmal, wie wichtig den Bürgern das Thema ist", so Nissen. Auch wenn man wisse, dass die Umfrage nicht repräsentativ sei, so zeige sie aber dennoch deutlich eine "klare Unzufriedenheit der Brettener mit allen Mobilitätsarten auf", so Breuer.

Weißhoferstraße und Wilhelmstraße als Brennpunkte

Als verkehrstechnische Brennpunkte für alle Mobilitätsarten, also Auto, Fußgänger, Fahrrad und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), machten die Umfrage-Teilnehmer nach Bekunden der FWV am häufigsten die Weißhoferstraße, die Wilhelmstraße, den Parkplatz des Kraichgau-Centers sowie die Bereiche rund um die Brettener Kindergärten und Schulen aus. Zudem entstünden beim Schichtwechsel und durch den Lieferverkehr bei der Firma Deuerer immer wieder brenzlige Situationen. "Im Wesentlichen wurden durch die Antworten die von uns vermuteten Brennpunkte im Brettener Verkehrsnetz bestätigt", betont FWV-Mitglied Nissen im Gespräch mit der Brettener Woche.

Regelmäßige Messungen der Luftqualität?

Vielleicht auch aufgrund der anhaltenden Berichterstattung über zu schlechte Luftwerte in den Ballungszentren wie Stuttgart fordern zwei Drittel der Befragten auch regelmäßige Messungen der Luftqualität für die Brettener Kernstadt. Diese sollten dann, geht es nach dem Willen der FWV, auch transparent, zum Beispiel auf der Homepage der Stadt, für alle Bürger sichtbar sein. Auf der Wunschliste der Umfrage-Teilnehmer stünden außerdem sichere und durchgängige Radwege sowie moderne Radabstellplätze, eine gut getaktete Buslinie für die Brettener Kernstadt sowie eine bessere ÖPNV-Anbindung an die Ortsteile sowie an Kraichtal und Pforzheim, fassen Nissen und Breuer zusammen.

Vielfältige Lösungsansätze sind notwendig

"Die Befragung zeigt uns aber auch, dass es nicht die eine Lösung gibt, die allen Herausforderungen gerecht wird", resümiert Breuer weiter, "sondern, dass vielfältige Lösungsansätze notwendig sind." Umso wichtiger sei es, alle Verkehrsteilnehmer aus ihrer Perspektive anzuhören und ernstzunehmen. Klar sei aber auch, so Breuer, "jeder wird Abstriche machen müssen, denn es geht nicht um das Wohl des Einzelnen, sondern um das Optimum für die Gesellschaft". Die Ergebnisse der Umfrage will die FWV nach eigenem Bekunden auch dem Büro zur Verfügung stellen, dass für die Stadt Bretten das Gesamt-Mobilitätskonzept erstellen soll. Dies muss von der Verwaltung aber noch ausgwählt werden.
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Rainer Dosch aus Bretten | 10.01.2019 | 14:09   Melden
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