KVV prüft Wiederaufnahme gestrichener Busrouten: Korrekturen frühestens im Juni 2018

Protest gegen Fahrplanausdünnung: Kreis-Finanzdezernent Ragnar Watteroth nahm eine vom Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp übergebene Unterschriftenliste verärgerter Busfahrgäste entgegen. (Foto: Gemeinde Gondelsheim)

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) prüft, ob er einige der bei der letzten Fahrplanänderung gestrichenen Fahrten der Buslinien 141 bis 146 wieder aufnehmen kann. Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Vertretern der Kommunen Gondelsheim, Bretten und Oberderdingen am 29. November, an dem auch das Landratsamt Karlsruhe als Aufgabenträger teilnahm.

GONDELSHEIM/BRETTEN/OBERDERDINGEN (ch) Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) prüft, ob er einige der bei der letzten Fahrplanänderung gestrichenen Fahrten der Buslinien 141 bis 146 wieder aufnehmen kann. Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Vertretern der Kommunen Gondelsheim, Bretten und Oberderdingen am 29. November, an dem auch das Landratsamt Karlsruhe als Aufgabenträger teilnahm.

Routenführungen und Haltestellen im Fokus

Über den Inhalt des Treffens sei „Vertraulichkeit vereinbart“ worden, beschied zunächst KVV-Sprecher Nicolas Lutterbach. Auf fortgesetzte Nachfrage war er dann aber doch zu Auskünften bereit: „Wir haben vereinbart, dass wir uns anschauen, an welchen Stellschrauben man noch drehen kann.“ Darunter seien zum Beispiel Routenführungen, angefahrene Haltestellen und teilweise auch „bauliche Dinge“ zu verstehen. Auf einen genauen Zeitpunkt, wann die zugesagte Überprüfung abgeschlossen ist, wollte sich der Sprecher nicht festlegen.

Protestunterschriften und Kritik

„Alle Kollegen haben dem KVV und dem Landratsamt gegenüber ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht“, berichtete der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp. Er nutzte das Treffen, um dem ebenfalls beim Treffen anwesenden Kreis-Finanzdezernenten Ragnar Watteroth eine Liste mit 130 Unterschriften verärgerter Bürgerinnen und Bürger zu überreichen. Auf Kritik gestoßen war in den betroffenen Kommunen vor allem, dass bei der Fahrplanänderung einige Fahrten in die Ortskerne entfallen waren. „Natürlich können wir die Kritik nachvollziehen“, so der KVV-Sprecher. Aber es gebe immer zwei Seiten der Medaille. „Wir sehen es auch als Verbesserung für den Fahrgast an, wenn er die Fahrt verlässlich planen kann.“

Mehr Verkehr und Tempolimits verursachen Verspätungen

Bürgermeister Rupp forderte nach eigenen Angaben den KVV auf, seine Auswertung der Fahrgastzahlen auf den gestrichenen Strecken offen zu legen. Dies habe man zugesagt und werde die Auswertungen nachreichen, so der KVV-Sprecher. Ursachen für die wegen gehäufter massiver Verspätungen im Linienverkehr vorgenommenen Routenstreichungen sind nach seinen Worten zum einen „das starke Verkehrswachstum der letzten Jahre“ und zum anderen verkehrsberuhigende Maßnahmen, die innerorts zu neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen führten.

Weiteres Treffen geplant

Laut KVV-Sprecher wird es ein weiteres Treffen zum Thema Fahrplanausdünnung geben: „Wir werden mit den betroffenen Kommunen und dem Landkreis noch einmal diskutieren, da muss natürlich ein Konsens gefunden werden, der für alle tragbar ist.“ Wenn es Korrekturen an den ausgedünnten Busfahrplänen geben sollte, könnten diese frühestens zum nächsten Fahrplanwechsel im Juni 2018 in Kraft treten.

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