Ausbildungstag in Bretten

Über 60 Firmen hatten am vergangenen Wochenende ihre Stände beim Ausbildungstag im Hallensportzentrum Bretten aufgeschlagen.

Bretten (cha) Über 60 Firmen hatten am vergangenen Wochenende ihre Stände beim Ausbildungstag im Hallensportzentrum Bretten aufgeschlagen. Technisch, kaufmännisch oder sozial – aus unzähligen Bereichen der beruflichen Landschaft hatten sie ihre Angebote mitgebracht. Weit über 100 Ausbildungsberufe wurden so präsentiert und die Mitarbeiter der Unternehmen standen für Fragen zur Verfügung.

Reges Treiben auf den Gängen, aber "spürbarer Rückgang"

In den Gängen herrschte reges Treiben und viele Jugendliche hatten sich auch gemeinsam mit ihren Eltern auf den Weg gemacht, um sich umzuhören und einen kleinen Einblick in die Berufswelt zu gewinnen. Johannes Vogl, Vertriebsmitarbeiter bei Kempf aus Gochsheim, berichtete jedoch von einem spürbaren Rückgang. „Wir bieten bis zu sechs unterschiedliche Ausbildungsberufe an. Aus der Erfahrung der letzten Jahre haben wir festgestellt, dass ohne ein vorheriges Praktikum oft falsche Vorstellungen vom Beruf bei den Jugendlichen vorhanden sind." Heute zähle bei der Einstellung besonders der Umgang miteinander und praktische Fähigkeiten.

"Pünktlichkeit, Interesse und Lernbereitschaft so wichtig wie Zensuren"

Dass alleine die Noten in der Facharbeit nicht mehr entscheidend sind für eine Einstellung, berichtet auch Dajana Schottmüller vom Haus Edelberg Oberderdingen. „Pünktlichkeit, Interesse und Lernbereitschaft zählen für uns heute mindestens so viel wie Zensuren“, so die Mentorin. Gerade in der Altenpflege fehle es an Aufklärung, sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Eltern. „Neben Weiterbildungen bietet der Beruf sichere Zukunftsperspektiven. Und die Menschen, denen wir im Alltag helfen, sind so dankbar und geben so viel zurück.“

Der erste Weg muss nicht der richtige sein

Aber nicht nur Berufsstarter werden eingestellt. Die Ausrichtung auf Umschulungen und Erwachsenenbildung habe viel neues Potential gebracht. Dass der eingeschlagene Weg auch mal der falsche sein kann, berichtet Marina Fried, Auszubildende zur Personaldienstleistungskauffrau von der Select GmbH. „Ich begann ein Studium, das einfach nicht zu mir passte. Da ich eine Bürotätigkeit anstrebe, aber auch gerne mit Menschen arbeite, war die Entscheidung für diese Ausbildung dann genau richtig.“ Wie die berufliche Reise danach weitergehe, wisse sie noch nicht. Schließlich gebe es zahlreiche Möglichkeiten. Auch Oberbürgermeister Martin Wolff hatte sich unter die Gäste gemischt und nutzte den Tag für Gespräche mit den Unternehmen der Region.
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