Bei Fastnachtsumzug verbrüht: Polizei sucht Beweismittel

Im Fall der verbrühten jungen Frau bei einem Fastnachtsumzug in Eppingen (Kreis Heilbronn) sucht die Polizei weitere Fotos und Videos. (Foto: Pixabay, Golda)

Im Fall der verbrühten jungen Frau bei einem Fastnachtsumzug in Eppingen (Kreis Heilbronn) sucht die Polizei weitere Fotos und Videos.

Eppingen (dpa/lsw) Im Fall der verbrühten jungen Frau bei einem Fastnachtsumzug in Eppingen (Kreis Heilbronn) sucht die Polizei weitere Fotos und Videos (wir berichteten). "Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit gegen die gesamte Hexengruppe", teilten die Behörden am Donnerstag mit. Die Ermittlungen seien umfangreich und langwierig. "Nach Auswertung der vorliegenden Beweismittel bittet das Polizeirevier Eppingen um weitere Hinweise von Zeugen", hieß es. Videos und Fotos unbeteiligter Zuschauer könnten entscheidende Ermittlungsansätze bringen.

Zuschauergruppe hatte junge Frau "ausgehändigt"

Eine Vernehmung der 18-Jährigen sei für die kommende Woche geplant. In einem Telefonat habe die junge Frau gesagt, dass sie bis zu den Kniekehlen in heißem Wasser gestanden habe. Die Polizei sprach von mittelschweren Verbrühungen.Den Ermittlungen zufolge hatte eine Zuschauergruppe die junge Frau bei dem Umzug am vergangenen Samstag der Hexengruppe "ausgehändigt". Die Gruppe führte demnach auf einem Ziehwagen einen Kessel mit integriertem Holzofen mit sich. Der Kessel war mit heißem Wasser gefüllt und der Ofen mit Holz befeuert. Die Jugendliche sei von Mitgliedern der Hexengruppe über diesen Kessel gehalten worden. Zeugenaussagen zufolge seien die Beine der 18-Jährigen aus bisher unbekannten Gründen in das Wasser geraten, teilte die Polizei mit.

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