Nach "Hexenkessel"-Vorfall kein Fastnachtsumzug in Eppingen

Nach einem Zwischenfall mit einem schwer verbrühten Mädchen beim letzten Fastnachtsumzug zieht Eppingen Konsequenzen. (Foto: Pixabay, annca)

Nach einem Zwischenfall mit einem schwer verbrühten Mädchen beim letzten Fastnachtsumzug zieht Eppingen Konsequenzen.

Eppingen (dpa/lsw) Nach einem Zwischenfall mit einem schwer verbrühten Mädchen beim letzten Fastnachtsumzug zieht Eppingen Konsequenzen. Der Nachtumzug für das Jahr 2019 wurde abgesagt, wie die Kommune in der Nähe von Heilbronn am Mittwoch mitteilte. Die mitwirkenden Zünfte würden informiert. Die Absage des Umzugs gelte zunächst für das kommende Jahr, ergänzte ein Sprecher auf Nachfrage der "Heilbronner Stimme".

Frau musste wegen schwerer Verbrennungen lange behandelt werden

Wegen des Vorfalls muss sich im Dezember ein Mann vor dem Amtsgericht Heilbronn verantworten. Ihm wird laut Anklage fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, was mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe bestraft werden kann. Wegen schweren Verbrennungen musste die Verletzte längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der als Hexe maskierte Beschuldigte beim Fastnachtsumzug die damals 18-Jährige über einen Kessel mit kochend heißem Wasser hielt. Dabei soll ihm die junge Frau entglitten und mit den Beinen in das Wasser geraten sein. Nach Angaben der Anklagebehörde vom Juli schweigt der Mann zu dem Vorwurf.

Alle aktuellen Polizei-Meldungen finden Sie auch auf unserer großen Themenseite „Polizei“.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.